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Krimi-Zirkus der Woche: Die Krimiblog-Konferenz am Samstag, den 11. Mai 2013

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All die herrlichen Dinge in diesem, unseren Internet! Freunde und Feinde, es ist nach einer Woche Pause wieder Zeit für die Krimiblog-Konferenz am Samstag. Freud, Leid, Elend, Dummheit, Klugheit – der ganze Krimi-Zirkus einer Woche in der Rundumschau. Wir geben ab an die Krimi-Depeschen.

»Bereits am vergangenen Sonntag mussten wir uns bei den Krimi-Depeschen zwangsweise in den Schweinestall begeben. Anne Chaplet alias Cora Stephan hat sich die Gummistiefel angezogen und sich auf die Suche nach dem Schweinezyklus des Krimis gemacht. Den hat sie bei der Autorenvereinigung Syndikat entdeckt. Und dort waren, wie es im Facebook-Flurfunk zu hören war, wohl nicht alle begeistert von der Schweineflüsterin Chaplet.

Neben solchen, eher deutschen, Schweinereien beschäftigte uns auch in dieser Woche die nicht abreißende Lobhudelei für das neue Buch von John le Carré A Delicate Truth. Immerhin, mit Michiko Kakutani konnten wir auch eine sehr kritische Stimme ausmachen.

Und damit weiter zu unseren Facebook-Freunden.«

»Wir bei Facebook haben einmal mehr kritische Geister ausgemacht: Da kündigen vier Leute an, dass sie einen Verlag für E-Books gründen. “Literatur abseits des Mainstreams” steht da seit Wochen in einer ansonsten inhaltsleeren Pressemitteilung. Mehr als heiße Luft ist das bisher nicht, denn Namen von Autoren oder Titel von Büchern finden sich bislang nirgendwo, zumindest nicht öffentlich. Und dann gehen diese vier Leute hin, setzen eine Facebook-Seite auf und innerhalb weniger Stunden finden das über 140 Leute ganz, ganz toll. Vermutlich Leute, die von sich behaupten, sie seien irgenwie “kritisch”. Ob in diesem Verlag nachher Kochbücher, Pornos oder Militaria verlegt werden – egal. Wir nennen es VIP!

Ganz schnell weg von den Blendern, hin zu Leuten, die wirklich etwas zu sagen haben. Kathrin Passig etwa zur Veränderung ihres Leseverhaltens durch E-Books. Das hat Hand und Fuß. Und damit weiter zu den Kollegen bei Google+.«

»Bei Google+ haben wir in dieser Woche unserem Fetisch für Listen gefrönt: 10 Essential Neo-Noir Authors hat uns Richard Thomas ans Herz gelegt und das geben wir hiermit gerne an Sie weiter. Was wurde denn so gezwitschert, werte Vögelchen bei Twitter?«

»Wie immer gehört es bei Twitter zum guten Ton, die anderen zu Wort kommen zu lassen. Bitte sehr – die Tweets der Woche:

Soviel von uns, wir übergeben an die Tage des Lesens.«

»Hier in unserem Tumblog Tage des Lesens war es in dieser Woche sehr ruhig. Es waren seltsame, zwergenhafte Tage. Und deshalb schnell ins Hauptblog zurück.«

Danke Euch allen! Das war es dann auch schon wieder für diese Woche. Ich wünsche kluge Gedanken, schlaue Bücher und möge VIP immer mit Ihnen sein!

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Überraschung! Die Krimiblog-Konferenz am Samstag, den 13. April 2013

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Jetzt bekommen Sie mal keinen Schrecken. Zwar hatte ich am vergangenen Samstag angekündigt, dass in dieser Woche die Krimiblog-Konferenz ausfallen würde. Aber das Leben, Krankheit und Familie spielten nicht mit. Deshalb jetzt doch: Die Krimiblog-Konfernenz, denn Samstag ist Krimitag. Und ich gebe gleich ab an die Krimi-Depeschen.

»Einen guten Tag aus der Krimi-Depeschen-Dienststelle. Gelegentlich wundern wir uns schon, warum bestimmte Meldungen einen enormen Zuspruch und viele Reaktionen bekommen, andere wiederum sich eher still und leise versenden, obwohl wir sie als das bezeichnen würden, was Journalisten gerne eine “starke Story” nennen. In dieser Woche erging es uns so mit diesem gar wundervollen Literaturkrimi von Eric Naiman: When Dickens met Dostoevsky. Wir haben uns jedenfalls amüsiert, vor allem auch über die Art, wie uns dieser Artikel erreichte. Nämlich so:

Dickens Dostojewskij in der Krimiblog-Konferenz

Möglicherweise die Art von Humor, die nur wir Internetmenschen verstehen. Und damit geben wir gerne weiter an unsere Freunde und Fans bei Facebook.«

»Wir bei Facebook haben uns in dieser Woche sehr über die fette Beute aus den Krimiblogs gefreut: KrimiKiosk, KrimiKiste (der wir herzlich zum Relaunch gratulieren), zeilenkino.de, Krimimimi, crimenoir, Axel Bussmer und Martin Compart konnten wir in dieser Woche vermelden. Und dabei haben wir auch noch vergessen, den dritten Teil des Psychogramms eines Krimiautors von Dieter Paul Rudoph zu vermelden, was hiermit nachgeholt wird.

Was gab es bei Euch, werte Google-Plusser?«

»Wir bei Google+ haben uns über die rassitischen Ausfälle des Krimiautors Akif Pirinçci aufgeregt und uns gefreut, dass es von Jochen Grabler Einspurch und Kritik gab. Eine der wenigen Stimmen zu diesem Thema, bei dem wir alle eigentlich nicht schweigen sollten. Damit geben wir weiter an die Freunde bei Twitter. «

»Tweet, tweet – die Woche war sweet. (3. Platz im Schlechte-Reime-Wettbewerb). Wir bei Twitter haben

gratuliert:

über Männer gestaunt:

zugehört:

gelernt:

applaudiert:

Soweit die Höhepunkte aus der Zeitleiste. Was wurde denn so geschmökert, Tage des Lesens?«

»Wir bei Tage des Lesens haben gelächelt

Bitte lächeln für die Krimiblog-Konferenz!

Freundlichst geben wir ab ins Hauptblog.«

Vielen Dank in die Runde. Damit geht die – ungeplante – Krimiblog-Konferenz auch schon wieder dem Ende entgegen. Bleiben Sie uns gewogen, verbringen Sie eine gute Zeit, lesen Sie gute und schlechte Bücher und vor allem, lassen Sie sich nichts erzählen. Ob es in der kommenden Woche eine Krimiblog-Konferenz gibt, muss leider zu diesem Zeitpunkt ungewiss bleiben. Leben, Krankheit und Familie können dazwischen kommen.

Bleiben Sie kritisch!

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Ach, Krach & Live: Die Krimiblog-Konferenz am Samstag, den 2. März 2013

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Amazon? Leistungsschutzrecht? Papst? Kommen wir doch bitte zu den wirklich wichtigen Wochenereignissen. Und die bekommen Sie natürlich nur und exklusiv in der Krimiblog-Konferenz – am Krimisamstag. Wir, werte Damen, werte Herren, schalten in die angeschlossenen Blogs und Internet-Medien. Es melden sich bitte die Attraktionen!

»(Meeresrauschen, aufgeblendet) … Hallo? Hallo? Ja, also wir sind hier in der Südsee, da kann die Verbindung möglicherweise etwas schlecht sein. Hallo? Äh, wir melden uns von Kiribati, wo wir uns in dieser Woche sehr an dem Kriminalroman Food of Ghosts von Marianne Wheelaghan erfreut haben. Eine temporeiche Story vor exotischer Kulisse – davon müssen wir uns jetzt erst einmal erholen und geben deshalb ab an die fabulösen Krimi-Depeschen… (Meeresrauschen, ausgeblendet)«

Mit einigen krankheitsbedingten Störungen haben wir von den Krimi-Depeschen den Dienst noch etwas schleppend aufgenommen. Großes Thema war bei uns in dieser Woche natürlich die Veröffentlichung von Hilary Mantels mehrfach preisgekrönten (was für ein Wortspiel!) historischen Roman Bring Up The Bodies, dessen deutsche Übersetzung unter dem Titel Falken vorliegt und viel Lob von deutschsprachigen Kritikern erhielt.

Daneben freuen wir uns bei den Krimi-Depeschen über die Rückkehr von Michael Nava, dessen Henry-Rios-Romane nun als englischsprachige E-Books gelesen werden können. Ein schöner Anlass für ein Wiederlesen – ReReading – mit einem alten Bekannten. Und endlich steht fest, welches Buch wir bei der wunderbaren Aktion “Blogger schenken Lesefreude” am Welttag des Buches verlosen werden. Wenn das mal nicht gute Aussichten sind – und damit weiter zu unseren Twitter-Freundinnen und Freunden.«

»Nach dem Plädoyer des Krimibloggers am vergangenen Samstag für unseren kleinen Kurznachrichtendienst, sind wir bei Twitter mit neuer Kraft die Woche gestartet. Natürlich war die Oscar-Verleihung und die kriminalliterarische Aufarbeitung ein Thema bei uns:

Weiterhin standen starke Frauen bei uns im Vordergrund:

Und jetzt weiter an Facebook-Freunde!«

»Behütungspädagogen werden vermutlich die Hände über den Kopf zusammenschlagen, aber wir bei Facebook mussten über diese Meldung schmunzeln: Beim Guardian besprechen Kinder Erwachsenen-Krimis. Ein Lächeln zauberte uns auch diese Forderung auf’s Gesicht: Bring Back The Illustrated Book! Denn schon Alice im Wunderland wusste: “What is the use of a book without pictures?”. Und welche Bilder habt Ihr so anzubieten, liebe Google-Plusser?«

»Sorry, wir bei Google+ haben keine Zeit, denn gerade läuft Mark Billingham’s Rule Book Of Crime. Wir schalten schnell BBC Radio 4 ein – und sind weg. «

»Ja, so sind sie, diese G+, keine vernünftige Übergabe. Also, hallo, hier sind die Tage des Lesens und auch wir haben ein bevorstehendes Comeback zu vermelden: Charlie Huston tumblt nicht nur, er wird im kommenden Sommer einen neuen Roman veröffentlichen. Freudige Erwartung und gute Aussichten. Und damit zurück ins Krimiblog.«

»Danke und damit schließen wir unseren kleinen Wochenrückblick. Die Krimiblog-Konferenz bedankt sich für Ihre Aufmerksamkeit und freut sich, wenn Sie auch das nächste Mal wieder einschalten. Grandiose Lektüren wünschen wir Ihnen!«

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Samstag, den 23. Februar 2013, später (Twitter Extended Version)

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WochenrückblicksSolo: Aus nicht gegebenen Anlass entfällt die Krimiblog-Konferenz in dieser Woche. Ihr Krimi-Depeschen-Dienststellenleiter schneit nämlich gerade ein. So muss sich das bei der “Mausefalle” anfühlen, allein meine derzeitige Bleibe ist leider kein altes, viktorianisches Haus. Eiskalt ist es dennoch.

In diesen letzten Tagen, da die Schneeberge wuchsen, tröpfelte das Internet nur gelegentlich auf meine diversen Bildschirme, aber was ich da vor die Augen bekam, möchte ich nicht unerwähnt lassen. Die Überschrift könnte lauten: Der überforderte, deutsche Intellektuelle und dieses Twitter. Twitter, Sie kennen es, ist dieser “Kurznachrichtendienst” – andere nennen ihn ein “Microblog”-System. Ich würde es einfach als Kommunikationskanal bezeichnen, aber das ist meine Sicht der Dinge. “Twitter ist für mich gestorben” titelte Piraten-Politiker Christoph Lauer im Feuilleton (!) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Einen Tag später die passende Replik dazu von Stefan Niggemeier (fassen Sie dies als “Me-Too”-Kommentar zum Niggemeier-Text auf).

Das alles erschien mir harmlos, bis mir am Donnerstag dieser Text – ebenfalls bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, diesmal jedoch in den Blogs – vor die Augen kam: “Twitter ist wie die DDR” von Katrin Könicke. Dieser Text wäre Grund genug, einen ordentlichen Rant loszutreten. Rant, das ist jetzt dieses neue Modewort für die Tätigkeit im Netz, der ich früher gelegentlich auch nachgegagen bin – rumpöbeln. Das nennt man jetzt also Rant. Ich mache das ja nicht mehr, würde ich es aber tun, müsste es wohl so aussehen:

<rant>Liebe Frau Könicke, lieber Herr Lauer, liebe überfordete, deutsche Intellektuelle: Lasst doch einfach die Finger von Twitter, wenn Euch Twitter zu kompliziert ist. Aber dann haltet doch bitte auch einfach die Klappe zu diesem Thema.</rant>

Gut, so würde ich das jetzt nicht mehr schreiben wollen. Dafür finde ich Twitter, diesen in Deutschland unverstandenen Kurznachrichten-/Microblogging-/Kommunikationskanal, zu wichtig. Ich will jetzt gar nicht mit solchen Ereignissen wie #aufschrei beginnen, an denen die Menschen bei Twitter ihren großen, initiierenden Anteil hatten. Es muss auch alles gar nicht so politisch sein – 99 % der twitternden Politiker langweilen mit ihren Tweets – nein, Twitter ist für mich ein sehr wichtiges und gutes Informations- und Kommunikationsteil, das eben durch seine Einfachheit so viele, faszinierende Möglichkeiten bietet. Schön, gell. Besser hätte es die PR-Abteilung von Twitter auch nicht sagen können.

Die kleinen Helferlein

Aber es geht mir nicht um Lob, Hudel und “Twitter ist toll”. Twitter kann sinnvoll sein – wenn Sie und ich es sinnvoll nutzen. Dieser elendige und historisch so dumme DDR-Vergleich von Frau Könicke lässt sich ja ganz einfach widerlegen. Menschen bauen Mauern. Manche davon schützen uns vor Kälte und Nässe und wilden Tieren, manche sperren Menschen, ganze Völker ein. Sollte Frau Könicke als DDR-Flüchtling eigentlich wissen. Und sie sollte sich fragen, wie lange sie auf die Ausreise aus der DDR warten musste (laut ihrer Biographie waren es über zwei Jahre) und wie lange es dauerte, bis sie bei Twitter raus war. Da relativieren sich schon die Dinge, finde ich.

Kurz: Man kann Mauern, Messer oder “das Internet” so oder so nutzen. Twitter eben auch, dessen Dienste Frau Könicke übrigens weiterhin auf einem ihrer Blogs anpreist. Jeder ihrer Artikel dort hat einen fetten Vogel im Kopf, um den jeweiligen Beitrag eben bei Twitter zu empfehlen. Ein konsequenter Ausstieg bei Twitter sieht anders aus.

Aber lasse ich Frau Könicke doch in ihrer Filter Bubble allein. Filter ist dabei schon das richtige Wort: Ob Twitter für mich gut oder schlecht ist, liegt allein an mir. An den Leuten, denen ich folge – und darunter sind durchaus Menschen, deren Einstellungen und Meinungen mich immer wieder aufregen – und an den Leuten, die mir folgen und meine Tweets womöglich favorisieren und/oder weiterleiten (retweeten). Schneeball-System, Sie kennen das.

Ebenso wichtig sind vernünftige Tools und Helferlein, mit denen Twitter genutzt wird. Wer sich nur allein auf die originäre Twitter-Seite verlässt, hat schon verloren. Twitter wird erst durch Applikationen und Helferlein gut. Tweetdeck ist so ein Teil, das schon seit Jahren auf meinen diversen Bildschirmen aufblinkt und ein nützlicher Newsticker ist. Und zwar für die Dinge, die ich wirklich wichtig finde. Die Edgars wurden vergeben? Bei Twitter erfahre ich es über mein laufendes Tweetdeck brandaktuell. Ray Bradbury ist gestorben? Twitter hat die traurige Chronistenpflicht als Erster erfüllt. Sockpuppets in der englischsprachigen Krimiwelt? Twitter weiß nicht nur Bescheid, es war der erste digitiale Platz, auf dem dieser Skandal aufgedeckt wurde.

Sie wollen englischsprachige Krimiautorinnen und -autoren kennen lernen? Eröffnen Sie ein Twitter-Konto, suchen Sie die entsprechenden Autoren und folgen Sie ihnen (Erste Empfehlungen finden Sie übrigens hier, hier und hier für deutschsprachige Autoren). Sie werden sehen, wie schnell Sie Kontakt bekommen. Vielleicht nicht mit jedem, denn natürlich haben auch manche Autoren nicht verstanden, wozu Twitter auch da ist: Nicht (nur), um Werbung für eigene Bücher in Dauerschleife zu machen, sondern um zu kommunizieren. Was aber heißt Kommunikation? “In 140 Zeichen, da krieg’ ich ja keinen vernünftigen Satz hin.” Dann streng Dich an. Fasse Dich kurz. Oder, wenn es anders nicht geht, schreibe ein Blog, beteilige Dich in Foren, verlinke Artikel. Niemand sollte – wie es Frau Könicke offenbar erwartet – längere Diskussionen bei Twitter erhoffen. Dazu ist der Dienst zu kurz, zu schnell und sicher auch zu oberflächlich. Aber jedes Ding hat eine Oberfläche und wenn die spannend gemacht ist und mir die Möglichkeit gibt, durch Links in die Tiefe zu dringen, dann ist das klasse. Genauso funktioniert Twitter. Meine Forschungsergebnisse aus der Tiefe kann ich dann anschließend bloggen und an meine Follower weitergeben.

Originäre Auswahl statt eigener Redundanz

Über 3.500 sind es derzeit. Als Krimiblogger freue ich mich darüber, es sind tolle Leute, tolle Autorinnen und Autoren, tolle Leser, tolle Kritiker, mit denen ich vermutlich ohne Twitter nie in Kontakt gekommen wäre. Und viele Texte, Bücher, Kritiken hätte ich nie gesehen.

Womit ich bei einer anderen Unsitte vieler Twitter-Nutzer bin: Wenn sie ein Blog, eine Internetseite beitreiben und zugleich Twitter nutzen, was binden sie ein? Ihre eigenen Tweets. Das nennt man, liebe Leute, Redundanz oder auch digitale Selbstbefriedigung. Wenn ich diese Tweets lesen möchte, folge ich dem entsprechenden Twitter-User. Oder ich suche sie bei Twitter. Wesentlich sinnvoller ist es doch, wenn dort die Tweets eingebunden werden, die sie favorisiert haben. Nicht die eigenen Tweets sind spannend, die, die sie auswählen sind es. So werden neue Erzählformen möglich: Ein Jahresrückblick in Tweets etwa. Oder ein Nachruf in Tweets. Oder, oder, oder. Digitales Storytelling – mit Twitter sehr gut möglich.

Twitter mag oberflächlicher sein, aber der Zugang ist leichter. Eine Freundschaftsanfrage bei Facebook ist mit einer höheren Hemmschwelle belegt, als ein einfaches “Follow” bei Twitter. Und dennoch kommt es für mich bei Twitter viel schneller zum Austausch, auch über E-Mail oder Telefon. Von der Tendenz her ist Facebook für die Leute, die man schon kennt, Twitter für die Leute, die man unverbindlich kennenlernen möchte.

Und jetzt ab an die Schneeschaufel!

Lesen Sie nächste Woche: Krachend gute Krimis aus Russland, Italien und Kiribati, dazu wie immer ausufernde Links und schneefreie Zonen. Bis dahin.

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Live | Die Krimiblog-Konferenz am Samstag

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»Willkommen in der Blog-Rückrunde mit der Krimiblog-Konferenz am Samstag. Wir schalten in die angschlossenen Blogs und Medien. Attraktionen, bitte kommen!”

»Hier sind die Attraktionen und wir haben in dieser Woche gleich zwei heiße Texte am Start: Steve Hamilton erinnert in seinem Roman Der Mann aus dem Safe an die Kunst der Panzerknacker. Und Susan Hill nimmt uns mit auf einen Streifzug durch die Regale und findet – ganz bibliotheakrisch – heraus: Howards End is on the Landing. Und damit weiter zu den Krimi-Depeschen.«

»Die Krimi-Depeschen melden sich und zwar wie immer unter dem Motto: Alles für die Leser! Es gibt ein signierte Ausgabe von William Ryans “Die Informantin” zu gewinnen. Außerdem haben uns unter anderem in dieser Woche die neuen Bücher von Tom Wolfe und Ian Rankin beschäftigt. Schließlich noch ein Blick auf schöne schwule Krimis. Mit diesem CrimeCandy gebe ich ab an Twitter.«

»Mysteriöse Dinge in der Twitter-Zeitleiste: Das Krümelmonster meldet sich in dieser Woche zu Wort, weil ein Unbekannter einen Keks in Hannover geklaut hat. Das löst jetzt den Sack Reis aus China ab: In Hannover wurde eine Keks geklaut! Ganz heißes Thema ist weiterhin die Ausstellung in der British Library über Kriminalliteratur. Was tut sich bei Tage des Lesens?«

»Die Tage des Lesens freuen sich besonders über eine Ankündigung von Sarah Weinman, die im kommenden August unter dem Titel Troubled Daughters, Twisted Wives: Stories from the Trailblazers of Domestic Suspense eine Kurzgeschichten-Anthologie herausgeben wird. Und damit weiter zu Facebook.«

»Am Freitag lief hier bei uns auf Facebook DIE Meldung der Woche auf: Ludger Menke ist Krimipapst. Endlich ist diese lang umstrittene Frage geklärt. Wir kommen seitdem aus dem Saufen nicht mehr raus und übergeben uns an Google+.«

»Wir bei Google+ beschäftigen uns selbstverständlich auch mit der Krimipapst-Meldung, bleiben dabei aber natürlich nüchtern. Und ein ausführliches Porträt des französischen Spionageautors Gérard de Villiers hat es uns ebenfalls sehr angetan. Und damit zurück ins Krimiblog-Studio.!«

» Danke und das war sie dann auch schon, die erste Krimiblog-Konferenz zum Start der Blog-Rückrunde. Ihnen ein wunderbar verlesesenes Wochenende, bleiben Sie uns gewogen und schalten Sie auch nächste Woche wieder rein.«