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Winter in der XXL-Ausgabe | Die Krimiblog-Konferenz am Samstag, den 23. März 2013

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Es war eine aufregende Woche in der Geschichte des kleinen Krimiblogs und seinen Freunden und Verwandten. Deshalb schalten wir jetzt schnell, wie immer am Samstag, durch die angeschlossenen Blogs und Medien, um zu erfahren, wer über was geschrieben und gesprochen hat. Willkommen bei der Krimiblog-Konferenz, werte Krimi-Depeschen!

»Bei den Krimi-Depeschen haben wir in dieser Woche den Diven gehuldigt, uns an feinen Interviews mit Robert Wilson erfreut und leider einen Todesfall vermelden müssen: Der britische Horror-Autor James Herbert ist am Mittwoch gestorben. Mit dieser sehr trauigen Nachricht geben wir ab an unsere Facebook-Freunde. Was gibt es bei Euch?«

»Hier bei Facebook hat uns der Erfolg der US-amerikanischen Autorin Gillian Flynn zum Nachdenken gebracht. Und eine freundliche Verlinkung von jetzt.de hat uns erfreut. Und ihr so, bei Google+?«

»Der Hingucker der Woche war für uns hier bei Google+ die sehenswerte Dokumentation von Denise Mina über ihren großen Kollegen Edgar Allan Poe. So geht Krimi-Fernsehen. Und wie gehen Internetgespräche, Jungs und Mädels bei Twitter?«

»Let the tweet tell the story – unsere Devise bei Twitter. Bitte schön:

Und eine besondere Empfehlung:

Schauen statt lesen, darum geht es regelmäßig bei den Tagen des Lesens. Was habt Ihr so im Angebot?«

»Ein Bild sagt ja bekanntlich manchmal mehr als tausend Worte, in diesem Sinne freuen wir uns bei Tage des Lesens über elegante Herren:

Wahre Detektivegeschichten

Schöne Aussichten und mit denen geben wir freundlichsts ins Hauptblog zurück, wo es wohl noch zwei wichtige Hinweise gibt.«

So ist es, werte Leserinnen und Leser. Wenn ich oben von einer aufregenden Woche gesprochen habe, so hat das auch mit zwei Ereignissen zu tun, die den Krimiblogger in dieser Woche besonders beschäftigt haben. Da war zunächst einmal die Gastfreundschaft von Gesine von Prittwitz, die mich zum Interview auf ihren Blog SteglizMind geladen hat. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle, es war wunderbar!

Und die Woche endete für mich mit einer neuen Etappe in meinem Internetleben. Seit Freitag gibt es Texte von mir auch auf der neuen Plattform Medium.com. Dort konnte ich meine erste Textkollektion eröffnen, sie nennt sich „Unterdessen in einem anderen Buch“ und ich freue mich, wenn Sie dort einmal vorbei schauen. Noch befindet sich Medium.com in einer Beta-Phase und um so mehr bin ich erfreut, dass ich als einer der ersten deutschsprachigen Teilnehmer dort nun veröffentlichen darf. Womit ich einen kleinen Ausblick geben möchte, denn in den kommenden Tagen werde ich noch mal ausführlicher Medium.com vorstellen.

Unterdessen in einem anderen Buch

Bis dahin winterlich-gemütliche Tage – auch wenn der Kalender schon auf März steht. Lesen geht bei jedem Wetter.

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Aus dem Tagebuch eines Netzarbeiters

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Als Netzarbeiter glaube ich übrigens, dass es nicht so sehr darauf ankommt, ob Du oft oder selten Texte ins Netz stellst, ob sie lang oder kurz sind, ob Du mit Bildern arbeitest, ob Du gut schreiben kannst oder nicht, ob Deine Rechtschreibung perfekt sitzt oder Du den einen oder anderen Schnitzer reinhaust. All dies sind Dinge, die mögen für Print wichtig sein, im Netz sind sie nachrangig. Entscheidend bist Du als Person, als authentische Stimme. Du musst sichtbar sein – in Deinem Text, in dem was Du da veröffentlichst. Auch ein Foto kann Deine Handschrift tragen, ein Podcast Deine Stimme zu Gehör bringen. Ganz wichtig und entscheidend ist es aber, dass Du es mit Liebe, mit Leidenschaft tust. Wer im Netz veröffentlicht, weil man nur im Netz veröffentlichen kann oder weil es ein Zwang ist, dem jeder nun nachkommen muss, der sollte es lieber lassen. Du musst das Netz lieben, die Möglichkeiten, die es Dir als Autor, als Publizist, als Blogger bietet. Und Du musst sie kennen, um zu wissen, welche Präsentation für Dich und Deine Texte, Deine Bilder, Deine Stimme am sinnvollsten sind.

Surfen, surfen, surfen

Es ist ein bisschen wie mit dem Lesen und dem Schreiben: Autoren geben als Antwort auf die Frage, wie man denn nun ein „guter“ Autor wird immer wieder die Antwort: lesen, lesen, lesen. Ähnlich ist es für uns Netzarbeiter: Wer im Netz veröffentlichen möchte, der sollte surfen, surfen, surfen. Das ist verdammt anstrengend, weil das Netz unendlich scheint, weil Du Dich verlieren kannst, weil Du einer permanenten Reizüberflutung ausgesetzt wirst. Aber Du wirst lernen, Dich darin zu bewegen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, und dabei dennoch immer wieder auf Abwege kommen – was gut ist. Doch nur so hast Du überhaupt eine Chance, im Netz als Autor zu bestehen. Das ist verdammt viel Arbeit – und es macht verdammt viel Spaß.

Was manche vergessen haben

Liebe das Netz und liebe die Menschen, für die Du schreibst. Schreibst Du nur für Dich, dann ist das völlig in Ordnung, aber rechne damit, dass man Dich nicht lieben wird, dass man Dich ignoriert, dass Du schlimmstenfalls Hass auf Dich ziehst. Denke bitte immer daran, dass auf der anderen Seite des Bildschirms ein Mensch sitzt, dem Du etwas mitteilen möchtest. Leider haben das viele Autoren, viele Journalisten, viele Fotografen vergessen. Sie sollten für andere Menschen schreiben, berichten und fotografieren und nicht für andere Autoren, Journalisten, Fotografen. Dafür gibt es andere Möglichkeiten. Freue Dich über jeden einzelnen neuen Leser, freue Dich über die, die immer wieder kommen und zeige Deine Freude mit freundlichen Kommentaren, mit freundlichen E-Mails und mit Texten, die andere verstehen und mögen können. Als Dank wirst Du Mitglied werden in diese wunderbare Gemeinschaft der Netzarbeiter, die an etwas bauen, dessen Dimensionen wir überhaupt noch nicht erkennen können. Ist das nicht wunderbar?

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Post aus der Heimat

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So ist das, wenn ein Krimiblog im Hiatus steckt: Es erholt sich, wird geschlechtsreif und bekommt Nachwuchs. krimiblog.de ist seit einigen Wochen ein Blognetzwerk. Das heißt, unter der gleichen Domain kann es ganz, ganz viele kleine Blogs bekommen. Denn natürlich geht der Trend zum Zweit- oder Drittblog, dazu ein privates Wiki vielleicht noch. Oder wie wäre es mit einem Forum? Nun ja.

Krimiblog.de war und ist meine Heimat, meine Basis in den weiten Welten des Internets, trotz Facebook und Twitter. Aber deshalb muss ich ja nicht bei einem Blog bleiben. Meine Wohnung hat ja auch mehrere Zimmer. Kurz: Je nach Zeit und Laune entstehen hier neue Blogs, zeitlich und thematisch begrenzt. Aktuell sind seit ein paar Tagen die Krimi-Depeschen da:

Krimi-Depeschen

Unter depeschen.krimiblog.de gibt es halt das, was dort in der Unterzeile steht: Notizen zur Kriminalliteratur. Links zu Artikeln, Blogbeiträgen, Rezensionen, Porträts, Bildern, Videos, Podcasts und vielen anderen Dinge, die ich beim fast täglichen Surfen finde, notiere ich da. Ein öffentliches Linknotizbuch – oder auch Linkschleuder genannt und etwas, von dem Internetfuzzis wie ich glauben, es sei ein Ursprung der Blogs. Denn natürlich existiert eine deutschsprachige Krmiblog-Szene, auch wenn einige Krimi-„Spezialisten“ (von denen einer sogar selbst Blogger ist), wie jüngst geschehen, dies immer noch verneinen. Das ist jedoch eine anderes Thema.

Da es gelegentlich genannt wurde: Nein, die Krimi-Depeschen sind kein Ersatz für die Alligatorpapiere. Das können sie gar nicht sein, da Alfred Miersch viel, viel mehr geleistet hat. Ich notiere nur Links, Alfred hatte da einiges mehr im Programm (TV-Tipps, Sekundärliteratur, Krimi-Kritik und und und). Zudem will und kann ich gar nicht objektiv sein, ich will es erst gar nicht versuchen. Bei den Krimi-Depeschen erscheint nur das, was ich interessant finde – ob es nun albern, ernst, informativ, aufschlussreich oder auch peinlich ist. Zudem bin ich der Auffassung, dass man das Grauen, wie im deutschsprachigen Raum immer noch über Kriminalliteratur geschrieben und gedacht wird, ein Stück weit dokumentieren kann.

Selbstverständlich finden sich die Einträge der Krimi-Depeschen auch bei Facebook und bei Twitter – dort dürfen Sie natürlich auch gerne vorbeischauen.

Tja, und wie es mit der Mutter aller Krimiblogs weitergeht, weiß ich auch noch nicht. Schönen Abend noch.

P.S.: Da ich Alfred Miersch und seine Alligatorpapiere eben erwähnt habe und nur, damit ich es einmal aufgeschrieben habe: Ich fand es schon arg dürftig, dass ein Magazin, welches behauptet, über die Krimi-Szene und ihre Entwicklung zu informieren und zu berichten, kein Sterbenswörtchen über den Abschied von den Alligatorpapieren verloren hat. Stillos.

Bildquelle: Savethedate by jaynefury @flickr via everystockphoto.com