Alle Artikel mit dem Schlagwort ‘Edgars 2013

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Krimitipp | Walter Mosley: All I Did Was Shoot My Man

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All I Did Was Shoot My ManUngelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Walter Mosley: All I Did Was Shoot My Man : A Leonid McGill Mystery. – London : Riverhead Book, 2012. – ISBN 978-1-101-55231-5 (E-Book)

Der kleine Rundumblick über die Nominierungen für die diesjährigen Edgar Awards in der Kategorie Best Novel endet mit dem siebten und letzten nominierten Titel: All I Did Was Shoot My Man ist der vierte Teil der Leonid-McGill-Serie von Altmeister Walter Mosley. McGill, Mosleys schwarzer Privatdetektiv, den deutsche Leser aus Büchern wie Manhattan Karma kennen, will in seinem vierten Fall etwas gut machen.

Vor sieben Jahren erwischte Zella Grisham ihren Mann Harr Tangelo mit ihrer Freundin im Bett. Am vorherigen Wochende wurden über sechs Millionen Dollar bei einer Versicherungsgesellschaft gestohlen. Zella arbeitet gegenüber deren Büros. Zella erinnert sich nicht mehr daran, dass sie ihren Mann erschossen haben soll, bestreitet dies aber auch nicht. Belastend kommt hinzu, dass bei ihr Geld aus dem Überfall gefunden wird. Damals war Leonid McGill daran beteiligt, dass Zella hinter Gitter wandert, doch nun ist er von ihrer Unschuld überzeugt. Und er versucht, Unrecht wieder gut zu machen.

Sowohl Kritiker wie auch Leser in den USA zeigten sich von dem vierten Band angetan und erfreulicherweise ist für Juli auch die deutsche Übersetzung unter dem Titel Manhatten Fever angekündigt. Sollte ich solange warten?

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Krimitipp | Dennis Lehane: Live by Night

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Live By NightUngelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Dennis Lehane: Live by Night. – New York : Harper Collins, 2012. – ISBN 978-0-06-220658-9

Meine kurze Reise durch die Nominierungen für den diesjährigen Edgar Award in der Kategorie Best Novel nähert sich dem Ende. Heute und morgen stelle ich die letzten beiden Titel vor und Dennis Lehanes Mafia-Roman Live by Night dürfte zu den Favoriten gehören.

»Some years later, on a tugboat in the Gulf of Mexico, Joe Coughlin’s feet were placed in a tub of cement.«

So beginnt der Roman, mit dem Lehane an sein erfolgreiches Epos The Given Day anknüpft. Es ist die Geschichte von Joe Coughlin, dem Sohn des berühmten Polizeichefs Boston. Doch Joe steht auf der anderen Seite: Er wird von einem Mafiaboss bezahlt und erfreut sich daran, ein Gangster zu sein. Der Roman spielt in den 1920er Jahre, die Zeit der Prohibition, und neben eben diesen stimmungsvollen Elementen soll Live by Night auch eine Liebesgeschichte sein. Kritiker lobten dieses sehr amerikanische Geschichte und Lehanes Prosa. Liegt ganz oben auf dem SUB.

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Krimitipp | Al Lamanda: Sunset

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Al Lamanda: SunsetUngelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Al Lamanda: Sunset. – Detroit : Five Star, 2012. – ISBN 978-1-4328-2584-3

Der Autor des fünften, nominierten Romans in der Kategorie Best Novel für die Edgar Awards heißt Al Lamanda und ist wohl das, was man einen klassischen Indie-Autor nennen könnte. Viele seiner Bücher sind als E-Books erschienen, sein jetzt nominierter Roman Sunset ist hingegen bislang nur in gedruckter Form erhältlich.

Die Geschichte, die mir der Klappentext verrät, liest sich wie klassische Hardboiled-Schule. Polizist John Bekker führte ein gutes Leben mit seiner Frau und seiner fünfjährigen Tochter Regan. Bekker gehört einer Polizeieinheit an, die gegen das organisierte Verbrechen ermittelt. Leider kommt er dem Mafiaboss Eddie Crist wohl zu nahe, denn seine Frau wird im Beisein ihrer Tochter vergewaltigt und ermordet.

Zehn Jahre später ist John Bekker völlig abgestürzt: Er ist Alkoholiker und seine Tochter, die seit dem Mord an ihrer Mutter nicht mehr spricht, lebt in einer Pflegeeinrichtung. Eines morgens wacht er an ein Bett gekettet in einem fremden Zimmer auf. Er ist im Hause von seinem Widersacher Eddie Crist gefangen, der im Sterben liegt. Crist beteuert, mit dem Tod von Bekkers Frau nichts zu tun zu haben. Der Mafiaboss beauftragt Bekker herauszufinden, wer seine Frau wirklich getötet hat.

Leser loben den Roman als humorvoll, mit einigen unerwarteten Wendungen und vor allem mit harten, aber herzlichen Charakteren. Nimmt in meinem SUB nicht unbedingt einen vorderern Platz ein, könnte aber eine Überraschung sein. Gerade, weil es ein unbekannter Autor ist.

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Krimitipp | Jesse Kellerman: Potboiler

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potboiler_150Ungelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Jesse Kellerman: Potboiler. – New York : G. P. Putnam’s Son, 2012. – ISBN 978-0-399-15909-09

Bereits der Titel des vierten nominierten Buches für den diesjährigen Edgar Award in der Kategorie Best Novel klingt nach Metaebene: Potboiler, so bezeichnet man die Werke, die eher dem schnellen Geldverdienst geschuldet sind und nicht unbedingt dem künsterlischen Anspruch. Und so spielt der junge Autor Jesse Kellerman am Anfang seiner Literatur-Satiere mit den Elementen, die uns Lesern so vertraut sind.

Sein Roman beginnt mit sogenannten „Blurbs“ von Stephen King, Lee Child, Robert Crais und anderen Stimmen zum Werk von William de Vallée. Der ist erfolgreicher Autor und dummerweise auf hoher See verschollen. Sein langjähriger Kumpel Arthur Pfefferkorn, seines Zeichens erfolgloser Möchtegern-Literat, wittert die Chance, in die Fußstapfen von de Vallée zu treten und knüpft Kontakte zur Witwe von de Vallée. Als Pfefferkorn den letzten, unvollendeten Roman seines Freundes als seinen ausgibt, beginnt eine kuriose bis absurde Geschichte über den Literaturbetrieb – so sagen es mir die Kritiken.

Was neben der Metaebene an diesem Roman interessiert, ist der Autor Jesse Kellerman. Der ist nämlich der Sohn des erfolgreichen Autorenehepaars Faye und Jonathan Kellerman. Der schreibt sich mit seinem fünften Roman offenbar von seinen berühmten Eltern los – mit einer gelobten Satiere über den Literaturbetrieb. Was da wohl so im Hause Kellerman los ist?

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Krimitipp | Gillian Flynn: Gone Girl

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Gone GirlUngelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Gillian Flynn: Gone Girl . – London : Phoenix, 2013. – ISBN 978-0-2978-5940-6 (E-Book-Ausgabe)

Zweifelsohne gehört Gone Girl, der dritte Roman von Gillian Flynn, zu den Favoriten für den diesjährigen Edgar. Nominiert ist er in der Kategorie Best Novel und wird deshalb – ungelesen, angelesen, quergelesen – in der Vabanquespiel-Reihe vorgestellt.

Wobei: Unbelastet kann ich an diesen Roman schon gar nicht mehr herangehen. Ich habe soviele Kritiken, Interviews und Porträts für die Krimi-Depeschen gelesen, dass meine Erwartungen schon sehr hochgeschraubt sind. Und das, wo ich mit Gillian Flynns Romandebüt Sharp Objects (2007) so meine Probleme hatte.

In Gone Girl erzählt Flynn die Geschichte einer gescheiterten Ehe. Nick und Amy Dunne sind seit fünf Jahren verheiratet, als Nick am fünften Hochzeitstag seine Frau vermisst. Die informierte Polizei wird misstrauisch gegenüber Nick, denn er erzählt von ihr in der Vergangenheit. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Nick und durch Auszüge aus Amys Tagebuch. Szenen einen Ehe, oft verglichen mit den meisterlichen, psychologischen Romanen einer Patricia Highsmith. Und der Frage, an welchem Punkt diese Verbindung in die falsche Richtung lief.

Hohe Erwartungen also, die ich eigentlich bald überprüfen sollte.

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Krimitipp | Lyndsay Faye: The Gods of Gotham

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The Gods of GothamUngelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Lyndsay Faye: The Gods of Gotham . – London : Headline, 2012. – eISBN 978-0-7553-8677-2 (E-Book-Ausgabe)

In der kleinen Umschau zu den Edgar-Nominierungen in der Kategorie Best Novel folgt der zweite Titel, ein historischer Kriminalroman von Lyndsay Faye.

The Gods of Gotham ist der zweite Roman der Autorin, die seit 2005 in Manhattan lebt und als Schauspielerin arbeitet. Ihren Debütroman Dust and Shadow: an Account of the Ripper Killings by Dr. John H Watson widmete sie ihrem großen Vorbild und Begleiter seit Kindheitstagen, Sherlock Holmes. Ihr zweiter Roman spielt 1845 in New York. Hauptfigur ist Timothy Wilde, ein junger Polizist wider Willen in der neu gegründeten New Yorker Polizei. Seine Streifgänge führen ihn durch üble Slums in New York, vorbei an Straßengangs und schäbigen Bordellen. Auf einer dieser Touren begegnet ihm ein Mädchen, das gerade aus einem dieser Bordelle geflohen ist, sie selbst nur mit einem Nachthemd bekleidet und blutüberströmt. Timothy versucht die Wahrheit über das Schicksal des Mädchens herauszufinden und ist einem Mörder auf der Spur.

Seine Ermittlungen muss er inmitten von sozialen Unruhen und zunehmenden Hass auf die irischen Einwanderer führen. Hier prallen Welten aufeinander: Die katholischen Iren und die protestantischen New Yorker. Dazu ein Gangsterboss, den alle „God of Gotham“ nennen. Die US-amerikanischen Kritiken lobten Fayes Roman für die bildstarke Erzählung und als spannendes Lesespektakel. Ein typischer Historienkrimi also? Immerhin gibt es Vergleiche mit Caleb Carrs The Alienist, was neugierig werden lässt.