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Krimitipp | Pino Cacucci: Besser auf das Herz zielen

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Ungelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages Pino Cacucci: Besser auf das Herz zielen
Besser..
Pino Cacucci: Besser auf das Herz zielen : Roman / Aus dem Italienischen übersetzt von Andreas Löhrer. – Hamburg : Edition Nautilus, 2010
ISBN 978-3-89401-722-4 – Preis: 19,90 €

Bankräuber, Anarchist, Automechaniker, Gewerkschafter und Fahrer des Krimiautors Arthur Conan Doyle – all das war Jules Bonnot. Als Kopf der “Bonnot-Bande“ sorgte er Anfang des 20. Jahrhunderts in Frankreich für Aufsehen, unter anderem durch den ersten motorisierten Raubüberfall in der Geschichte. Der italienische Autor und Journalist Pino Cacucci hat dem Rebell ein literarisches Denkmal gesetzt, das bereits 1994 in Italien unter dem Titel “In ogni caso nessun rimorso“ erschienen ist und nun – nach 16 Jahren – in deutscher Übersetzung vorliegt. Cacucci legt in einen Vorwort sehr viel Wert darauf, dass sein Buch kein “historischer“ Roman sei:

Ein Roman, der auch nicht als “historisch“ bezeichnet werden kann, denn die Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben, die Protagonisten der folgenden Seiten haben aber alles verloren: Kämpfe, Arbeit, Freude, Ideale, ihr Leben. Das Einzige, was sie bewahren konnten, ist ihre Würde.

Vermutlich keine Kriminalliteratur im klassischen Sinne, aber eine spannende Kriminalitätsgeschichte von unten.

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Krimitipp | Joan Schenkar: The Talented Miss Highsmith

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Ungelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Joan Schenkar: The Talented Miss Highsmith

Joan Schenkar: The Talented Miss Highsmith: The Secret Life and Serious Art of Patricia Highsmith
New York : St. Martin’s Press, 2009. – ISBN 978-0-312-30375-4 $40 (bei amazon.de für 26,73 €)

Vielversprechende Biographie, die vermutlich ein etwas nüchterneres Bild von „Pat“ entwirft, als es Andrew Wilson in seinem Buch „Beautiful Shadow“ getan hat. Wilsons Buch war – so habe ich es damals geschrieben – eine zwar beflissene Lebensbeschreibung, die aber unter anderem an seinem arg drögen Schreibstil scheiterte. Schenkar scheint hingegen eine klarere, härtere Sprache zu haben, soweit ich das nach einem ersten Durchblättern erkennen kann. Facettenreich sei Schenkars Biografie, sagten einige Kritker in den USA. Immerhin: Wer einen biografischen Abriss am Ende des fast 700 Seiten umfassenden Buches die Unterzeile „Patricia Highsmith: Cradle to grave“ gibt, hat bei mir schon mal einen Pluspunkt gesammelt. Einen weiteren für die „Charts, Maps, Diagrams, and Plans“, die es ebenfalls als Anhang gibt. Die ausführliche Lektüre wird mehr zeigen.

„She wasn’t nice.
She was rarley polite.
And no one who knew her well would have called her a generous woman.“

S. XIII / Note on Biography