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Das tägliche Drama | Folge 3

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Bildquelle: aboutpixel.de / Naturkegebahn1 © Fernando Roumiguière+++ Twitter off +++

R.I.P.: Die traurigste Meldung an erster Stelle: Der mexikanische Autor Juan Hernández Luna, der zweimal den Dashiell-Hammett-Award gewonnen hat, ist bereits am 8. Juli im Alter von 47 Jahren gestorben. Hier ein Nachruf über den Autor, der hierzulande leider weitgehend unentdeckt geblieben ist. In dem Zusammenhang sei aber noch auf den Spiegel-Artikel „Die Lesepolizei“ verwiesen. Juan Hernández Luna gab nämlich Literaturseminare für Polizisten.

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Es gibt diese wunderbaren Kommentare zur Zeit. Diese beunruhigende Gute-Nacht-Geschichte von Astrid Paprotta zum Beispiel, die eine lesenswerte Replik auf einen Vorschlag des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) ist.

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Vermerk an mich: Öfter auf „International Crime Authors – Reality Check“ klicken und den RSS-Feed abonieren!
Da schreiben die klugen Autoren Barbara Nadel, Colin Cotterill, Christoper G. Moore und Matt Beynon Rees über so interessante Dinge wie „The Theory of Mind in Fiction„, „The Killing Spree“ oder „Jerusalem refuge“. Und vor ein paar Tagen feierte man dort einjährigen Geburtstag. Happy Birthday!

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In der bunten Reihe „unnütze Ratgeber für nichtsnutzige Krimiautoren“ sei vorgestellt: „Crime Fiction: Ten Cliches to Avoid“. William Meikle über zehn Klischees, die wir im Grimmi (und auch im Krimi) oft genug gelesen haben.

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Italienisches Duo: Eine Meldung, die ich erst jetzt auf dem Schirm bekommen habe, gefunden bei „Detectives Beyond Borders“: Andrea Camilleri und Carlo Lucarelli haben sich zusammengetan und den Roman „Acqua in Bocca“ geschrieben. Seit Juni steht das Buch in Italien in den Buchläden, hier geben beide Autoren Auskunft über ihr gemeinsames Projekt (natürlich auf Italienisch).

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Argentinisch: Schnell nachgereicht sei die Meldung, das Guillermo Orsi, für seinen Roman „La Ciudad Santa“ (was wohl mit „Die heilige Stadt“ übersetzt werden könnte) auf der Semana Negra in Gijon mit dem „Premio Hammett“ ausgezeichnet wurde. Als bestes Sachbuch wurde „Sangre Joven“ von Javier Sinay, ebenfalls aus Argentinien, ausgezeichnet. Weitere Preisträger gibt es hier.

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Einen lesereichen Resttag…

Bildquelle: aboutpixel.de / Naturkegebahn1 © Fernando Roumiguière

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Krimitipp | Ricardo Piglia : Brennender Zaster

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Ungelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Ricardo Piglia : Brennender Zaster

Ricardo Piglia : Brennender Zaster / Aus dem argentinischen Spanisch von Leopold Federmair. – Berlin : Wagenbach, 2010
ISBN 978-3-8031-2635-1. – Preis 9,90 €

Natürlich: eine wahre Geschichte. Die Ereignisse, die den argentinischen Schriftsteller Ricardo Piglia zu seinem True-Crime-Roman “Plata Quemada“ inspiriert haben und die er in Roman verarbeitet, fanden 1965 in Buenos Aires und Montevideo statt – so schildert es Piglia jedenfalls im Nachwort. Der Überfall auf einen Geldtransporter, bei dem mehrere Menschen ums Leben kommen, ist Ausgangpunkt einer abenteuerlichen Flucht, die in einer sechzehn Stunden dauernden Belagerung der Gangster mündet. Die Belagerung wird von Radio und Fernsehn übertragen und endet im Massaker.

Einmal mehr ein wahrer Kriminalfall, einmal mehr eine Geschichte, die, wenn nicht zur Identifikation, so doch zur Sympathie mit den Monstern einlädt. Wird Zeit, das Buch zu lesen, das bereits 2001 erstmals auf Deutsch veröffentlicht wurde und nun, im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse in Wagenbachs Reihe “Argentinien bei Wagenbach“ als Taschenbuch neu aufgelegt wurde.

Da draußen:
Ein Interview mit Ricardo Piglia bei „En blanco y negro“ (span.)

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Krimitipp | Guillermo Orsi: Im Morgengrauen

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Ungelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Guillermo Orsi: Im Morgengrauen
Guillermo Orsi: Im Morgengrauen : Kriminalroman. – Aus dem argentinischen Spanisch von Matthias Strobel. – München : dtv, 2010 ISBN 973-3-423-21223-6 – Preis: 8,95 €

Seit ich den letzten Menschen verloren habe, der mir etwas bedeutet hat, gehe ich nach Mitternacht nicht mehr ans Telefon.

Selbstverständlich wirft Argentinien, das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse, schon jetzt seine Schatten voraus. Das dieses Land eine spannende Tradition in der Kriminalliteratur vorzuweisen hat, brauche ich nicht zu betonen. Natürlich: Jorge Luis Borges, Adolfo Bioy Casares. Dann jüngere Autoren wie Raúl Argemí oder Pablo de Santis. Die Krimis des Journalisten Guillermo Orsi sind hingegen Neuland für mich. “Nadie ama a un policía“, zu Deutsch “Niemand liebt einen Polizisten“ heißt der Roman, der jetzt bei dtv mit dem etwas unglücklichen Titel “Im Morgengrauen“ veröffentlicht wurde. Er spielt im Jahr 2001, als Argentinien vor dem Staatsbankrotts stand und ein blutiger Konflikt zwischen protestierenden Bürgern und der aggressiv vorgehenden Polizei entbrennt. Ich-Erzähler Pablo Martelli, einst Polizist und nun Vertreter für Sanitärbedarf, erhält inmitten der aufgebrachten Stimmung einen Anruf von Edmundo Cárcano, einem hohen Tier beim Ölkonzern CPF. Cárcano bittet ihn, sofort zu ihm zu kommen. Doch als Martelli bei seinem Freund eintrifft, ist dieser tot. Kurz darauf wird auch dessen Geliebte ermordet. Martelli macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, die, wie sich herausstellt, sehr unterschiedlich aussehen kann. Autor Guillermo Orsi ist kürzlich mit seinem Roman “Ciudad santa “ für den spanischen “Premio Hammett“ nominiert worden, der in diesen Tagen während der laufenden Semana Negra in Gijón vergeben wird. Da draußen Blog von Guillermo Orsi