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	<description>Tagebuch eines Krimilesers</description>
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		<title>True-Crime-Tipp &#124; Vincent Bugliosi &amp; Curt Gentry: Helter Skelter</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 13:15:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ludger Menke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vabanquespiel]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Manson]]></category>
		<category><![CDATA[True Crime]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Vincent Bugliosi]]></category>

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		<description><![CDATA[Satan is back: Eine diabolische Chronologie über den angeblich berühmtesten Massenmörder aller Zeiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/08/helter_skelter_200.jpg" rel="lightbox[567]"><img src="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/08/helter_skelter_200.jpg" alt="" title="Helter Skelter" width="141" height="200" style="float: right; margin-left: 5px;" /></a><strong>Ungelesen, angelesen, quergelesen – Der True-Crime-Tipp des Tages: Vincent Bugliosi &#038; Curt Gentry: Helter Skelter</strong></p>
<p>Vincent Bugliosi &#038; Curt Gentry: Helter Skelter : Der Mordrausch des Charles Manson. Eine Chronik des Grauens. – Übersetzung: Anke und Eberhard Kreutzer, Egbert Baqué (Nachwort und Bildunterschriften). – München : Riva Verlag, 2010<br />
ISBN 978-3-86883-057-6</p>
<p>Heute vor 41 Jahren, in der Nacht vom 8. auf den 9. August 1969, wurden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sharon_Tate">Sharon Tate</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jay_Sebring">Jay Sebring</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abigail_Folger">Abigail Folger</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Voyteck_Frykowski">Voyteck Frykowski</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steven_Parent">Steven Parent</a> auf dem Anwesen des Regisseurs <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roman_Polanski">Roman Polanski</a> in Bel Air, Los Angeles, von Mitgliedern der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manson_Family">„Manson Family“</a> ermordet. Am Tag darauf wurden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leno_LaBianca">Leno und Rosemary LaBianca</a> von den Mitgliedern getötet. Fünf Jahre später veröffentlichte der leitende Staatsanwalt im Prozess gegen Charles Manson, Vincent Bugliosi, seine Dokumentation „Helter Skelter. The True Story of the Manson Murders.“ Das Buch gilt in den USA als eines der wichtigsten True-Crime-Bücher und entwickelte sich schon kurz nach dem Erscheinen zu einem Bestseller. </p>
<p>Erstaunlich also, dass es 36 Jahre brauchte, bis sich ein deutscher Verlag fand, der dieses Werk übersetzte. Manson, der in den USA zu einer Art Serienkiller-Pop-Ikone stilisiert wurde, scheint für den deutschen Buchmarkt nicht ganz wichtig zu sein, wie es uns Bugliosi in seinem Vorwort zur deutschen Ausgabe weismachen will. Immerhin stellt er die Überlegung an, ob Charles Manson noch berühmter ist, als Jack the Ripper (nach dem man in Deutschland ja bekanntlich Krimipreise benennt) &#8211; und bezeichnet ihn als &#8220;berühmtesten und berüchtigsten Massenmörder aller Zeiten&#8221;. Da darf sich die Stirn schon mal in Falten legen. Die 747 Seiten starke Dokumentation, streng chronologisch und durchaus plastisch erzählt, wird wohl kaum das Zeug zum Bestseller in Deutschland haben. Dennoch sicher eine Pflichtlektüre für Fans von True-Crime-Geschichten.</p>
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		<title>Das tägliche Drama &#124; Folge 7</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 13:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ludger Menke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundrauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Barclay]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Manson]]></category>
		<category><![CDATA[chick lit]]></category>
		<category><![CDATA[Deon Meyer]]></category>
		<category><![CDATA[dpr]]></category>
		<category><![CDATA[James Baldwin]]></category>
		<category><![CDATA[Quercus]]></category>
		<category><![CDATA[Shuichi Yoshida]]></category>

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		<description><![CDATA[Jammer, Elend &#038; der ganze Rest: Deutscher Krimi, Waschweiber und schwarze, schwule Schreiber. Bitteschön!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/08/llorar_200.jpg" rel="lightbox[546]"><img src="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/08/llorar_200.jpg" alt="" title=" llorar a lágrima viva by nyki_m" width="142" height="200" style="float: right; margin-left: 5px;"  /></a><strong>+++ Twitter off +++</strong></p>
<p>Tag 1 nach <a href="http://search.twitter.com/search?q=blumenk%C3%BCbel">#Blumenkübel</a>. Freitagsdepression eines Workaholics.</p>
<div align="center">***</div>
<p><strong>Aus dem Jammertal:</strong> Dieter Paul Rudolph, auch bekannt als dpr, hat sich in der <a href="http://krmb.de/7r">aktuellen Ausgabe seiner Kolumne &#8220;DPRs Krimilabor&#8221;</a> ins Jammertal des deutschen Krimis begeben. Der Mann ist tapfer und liegt mit seiner Polemik durchaus richtig.  Von den 500 Krimiautoren, die es derzeit im deutschsprachigen Raum gibt, sind gerade mal zehn wirklich richtig gute Autoren, weitere 15 liefern immerhin noch Literatur ab. Die restlichen 475 jammernden Krimischriftstellerdarsteller schwanken zwischen kitischigem Krimikunsthandwerk und Altpapier. So ist das. </p>
<div align="center">***</div>
<p><strong>Unbeschreiblich weiblich:</strong> Während einige deutschsprachige Krimiautorinnen gerne das geifernde Waschweib geben, gibt&#8217;s im guten, alten England die &#8220;Chick-Lits&#8221;-Autorinnen. Im Guardian läuft gerade eine Debatte zum Thema: <a href="http://www.guardian.co.uk/books/booksblog/2010/aug/04/chick-lit-debate-dj-connell">&#8220;Who in Playboy Mansion Hell still refers to a woman as a chick?&#8221; </a>fragt sich DJ Connell, während Michele Gorman überzeugt ist: &#8220;<a href="http://www.guardian.co.uk/books/2010/aug/05/chick-lit-debate-michele-gorman">light doesn&#8217;t have to mean stupid</a>&#8220;. Hat jetzt erstmal nichts mit Krimi zu tun, zeigt aber, das Diskussionen durchaus elegant und stilvoll geführt werden können.</p>
<div align="center">***</div>
<p><strong>Holterdiepolter: </strong>Johanna Adorján hat <a href="http://www.faz.net/s/Rub48A3E114E72543C4938ADBB2DCEE2108/Doc~E3FC21B116140437D96DDA185D2DED123~ATpl~Ecommon~Scontent.html">für die FAZ </a>die Übersetzung von &#8220;The True Story of the Manson Murders&#8221; des US-amerikanischen Juristen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Vincent_Bugliosi">Vincent Bugliosi</a> gelesen und ist von dem &#8220;erfolgreichsten Buch, das jemals über einen wahren Kriminalfall geschrieben&#8221; wurde, begeistert. Die Dokumentation über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Manson">Charles Manson</a> liegt jetzt in deutscher Übersetzung unter dem Titel <a href="http://www.rivaverlag.de/shop/article/2364-helter-skelter-der-mordrausch-des-charles-manson/">&#8220;Helter Skelter&#8221;</a> vor. </p>
<div align="center">***</div>
<p><strong>Erzählkünstler:</strong> Der südafrikanische Krimiautor Deon Meyer hat die Fragen von Mike Nicol zu seinem aktuellen Roman &#8220;Thirteen Hours&#8221; (dt.: &#8220;Dreizehn Stunden&#8221; ) beantwortet. <a href="http://crimebeat.book.co.za/blog/2010/08/03/crime-beat-deon-meyer-talks-about-his-thirteen-hours/">Nachzulesen bei Crimebeat</a>.</p>
<div align="center">***</div>
<p><strong>Japanische Gauner:</strong> <a href="http://blogs.wsj.com/japanrealtime/2010/08/04/shuichi-yoshida-japans-stieg-larsson/">Beim Wallstreet fragt man sich</a>, ob <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Shuichi_Yoshida">Shuichi Yoshida</a> Japans Stieg Larsson wird. Von dem bei uns kaum bekannten Autor ist in diesen Tagen der Roman <a href="http://www.randomhouse.com/catalog/display.pperl?isbn=9780307378873&#038;view=print">&#8220;Villain&#8221;</a> erschienen, die englische Übersetzung seines Romans &#8220;Akunin&#8221;. Ob es Shuichi Yoshida auch bis ins Deutsche schafft?</p>
<div align="center">***</div>
<p><strong>Kleiner Verlag mit großem Erfolg:</strong> Beim <a href="http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/books/news/the-publishing-house-that-stieg-larsson-built-2044818.html">Independent </a> feiert Nick Clark den nun nicht mehr ganz so kleinen Verlag <a href="http://www.quercusbooks.co.uk/">Quercus</a>, der Stieg Larsson zum internationalen Durchbruch verholfen hat. </p>
<div align="center">***</div>
<p><strong><br />
Smarte Schreiberin</strong>: Als knallharte Krimiautorin zeigt sich die irische Autorin <a href="http://www.alexbarclay.co.uk/">Alex Barclay </a>im Interview mit der <a href="http://www.irishtimes.com/newspaper/features/2010/0806/1224276292963.html">Irish Times</a>. Darin erzählt sie unter anderem, dass sie keine betont aggressive Figuren mag, die sich penetrant in der männerdominierten Krimiwelt behaupten müssen. Nun ja. </p>
<div align="center">***</div>
<p>Spannende Literatur jenseits des Krimis gibt es auch noch. Jeremy McCarter stellt bei <a href="http://www.newsweek.com/2010/08/05/james-baldwin-the-fire-this-time.html">&#8220;Newsweek&#8221;</a> die Anthologie <a href="http://www.randomhouse.com/catalog/display.pperl?isbn=9780307378828">&#8220;The Cross of Redemption&#8221;</a> mit bislang unveröffentlichten Essays, Polemiken und Artikeln des US-amerikanischen Autors <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/James_Baldwin">James Baldwin</a> vor. Was Baldwin vor fast 40 Jahren über einen schwarzen US-Präsidenten gedacht hat, wie er die christlichen Fundamentalisten eingeschätzt hat und wie der alltägliche Rassimus aussah, all dürfte auch heute noch interessant sein. </p>
<div align="center">***</div>
<p>In diesem Sinne: Weitsichtiges Wochenende</p>
<p>Bildquelle: llorar a lágrima viva by nyki_m <a href="http://www.flickr.com/photos/nyki_m/2853712489/">@flickr</a> via <a href="http://everystockphoto.com/photo.php?imageId=4499469">everystockphoto.com</a></p>
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		<title>Das tägliche Drama &#124; Folge 6</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 10:51:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ludger Menke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundrauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Anne Rice]]></category>
		<category><![CDATA[David Markson]]></category>
		<category><![CDATA[Vikram Chandra]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute im Angebot: Pinguine, die Geburtstag feiern, eine Vampir-Autorin und ihr Leid mit dem Kreuz sowie Geister in gebrauchten Büchern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/penguins_75_jahre_200.jpg" rel="lightbox[522]"><img src="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/penguins_75_jahre_200.jpg" alt="" title="Penguin" width="200" height="159" style="float: right; margin-left: 5px;"  /></a><strong>+++ Twitter off +++</strong><br />
Da will man fleißiger Blogger sein, aber Arbeit und anderer Unbill lassen einem keine Zeit für die liebste Lieblingsbeschäftigung. Das kann so nicht weitergehen. </p>
<div align="center">***</div>
<p><em><strong>Bollywood-Meisterwerk</strong>:</em> Wie man selbiges verfasst, erfährt man <a href="http://www.livemint.com/2010/07/29195901/How-to-write-a-crime-masterpie.html?h=B">in einem Artikel</a> über den indischen Autor <a href="http://www.vikramchandra.com/">Vikram Chandra</a>, der uns so bunte Krimibücher wie &#8220;Sacred Games&#8221; (dt. zunächst in zwei Teilen unter den Titeln &#8220;Der Gott von Bombay&#8221; und &#8220;Bombay Paradise&#8221; 2006 erschienen, aktuell als dicker Wälzer unter dem Titel &#8220;Der Pate von Bombay&#8221; als Taschenbuch lieferbar) geschenkt hat.   </p>
<div align="center">***</div>
<p><em><strong>Bruchstücke</strong></em>: Am 4. Juni verstarb der US-amerikanische Autor <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_Markson">David Markson</a>, der leider hierzulande kaum wahrgenommen wurde. Nun wird seine persönliche Bibliothek <a href="http://www.lrb.co.uk/blog/2010/07/26/alex-abramovich/oh-i-get-it-its-a-sci-fi-novel/">Stück für Stück</a> im New Yorker Buchladen &#8220;Strand Bookstore&#8221; verkauft &#8211; oder sollte man <a href="http://www.newsweek.com/2010/07/29/all-the-sad-old-literary-artifacts-of-david-markson.html">lieber verscherbelt sagen?</a> Jedenfalls versuchen nun Bücherliebhaber aus aller Welt zumindest virtuell die Sammlung zu erhalten, in dem sie in einer <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=138148862885737">Facebook-Gruppe</a> festhalten, wer welches Exemplar aus Marksons Bibliothek erworben hat. Und wie es sich so lebt und liest, mit den Geistern in gebrauchten Büchern, darüber hat sich Dylan Jackson so seine &#8211; sehr lesenswerten &#8211; <a href="http://berlinergazette.de/geister-in-gebrauchten-buchern/">Gedanken gemacht</a>. </p>
<div align="center">***</div>
<p><em><strong>Abkehr</strong></em>: Die US-amerikanische Autorin <a href="http://www.annerice.com/">Anne Rice</a>, die unter anderem durch ihren Roman-Zyklus &#8220;Chronik der Vampire&#8221; bei uns bekannt wurde, will keine Christin mehr sein. Auf ihrer <a href="http://www.facebook.com/annericefanpage">Facebook-Seite</a> schrieb sie:</p>
<blockquote><p>As I said below, I quit being a Christian. I&#8217;m out. In the name of Christ, I refuse to be anti-gay. I refuse to be anti-feminist. I refuse to be anti-artificial birth control. I refuse to be anti-Democrat. I refuse to be anti-secular humanism. I refuse to be anti-science. I refuse to be anti-life. In the name of &#8230;Christ, I quit Christianity and being Christian. Amen.</p></blockquote>
<p>Anne Rice, die sich mit diesem Schritt vor allem gegen <a href="http://www.huffingtonpost.com/michael-rowe/why-anne-rice-has-never-b_b_664576.html">fundamentalistische, christliche Gruppen in den USA wendet</a>, vermutlich kein leichter Schritt, da für sie der Glaube elementar ist. Die Autorin, deren Sohn <a href="http://www.christopherricebooks.com/">Christopher Rice</a>, der ebenfalls als Schriftsteller arbeitet, offen schwul lebt, unterstützt schon länger die Rechte von Schwulen und Lesben. </p>
<div align="center">***</div>
<p><em><strong>Gesucht</strong></em>: Während des <a href="http://www.harrogate-festival.org.uk/crime/">&#8220;Theakston Old Peculier Crime Writing festival&#8221; </a>hatten Nachwuchsautoren die Gelegenheit, Literaturagenten von ihren noch unveröffentlichten Werken zu überzeugen. Wie man sich dabei so fühlt und was dabei alles schief gehen kann, Helen Carter hat für den <a href="http://www.guardian.co.uk/books/booksblog/2010/jul/27/pitching-crime-novel-helen-carter">Guardian den Selbsttest unternommen</a>. </p>
<div align="center">***</div>
<p><strong><em>Historisch</em></strong>: Von Sjöwall/Wahlöö bis Stieg Larsson: Die geschätzte Sarah Weinman hat sich für <a href="http://www.thedailybeast.com/blogs-and-stories/2010-07-27/stieg-larsson-and-the-writers-who-influenced-him">&#8220;The Daily Beast&#8221;</a> Gedanken über die Tradition der schwedischen Kriminalliteratur gemacht. </p>
<div align="center">***</div>
<p><strong><em>Happy Birthday</em></strong>: Geburtstagskind des Tages ist ein kleiner Vogel &#8211; die <a href="http://www.penguinbooks75.com/">Penguin Books feiern heute ihren 75. Geburtstag</a>. Da gratuliere ich ganz artig und wünsche dem kleinen Vogel weiterhin viel, viel Erfolg. </p>
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		<title>Vier Frauen und drei Morde</title>
		<link>http://krimiblog.de/512/rezension/krimikritik-derek-nikitas-scheiterhaufen</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 19:45:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ludger Menke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Visier]]></category>
		<category><![CDATA[Coming-Of-Age]]></category>
		<category><![CDATA[Derek Nikitas]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Scheiterhaufen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Backfischen, Halbstarken und trostlosen Wohnwagensiedlungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/scheiterhaufen_200.jpg" rel="lightbox[512]"><img src="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/scheiterhaufen_200.jpg" alt="Scheiterhaufen von Derek Nikitas" title="Scheiterhaufen von Derek Nikitas" width="135" height="200" style="float: right; margin-left: 5px;" /></a><br />
<strong>Derek Nikitas: <span style="font-variant: small-caps;">Scheiterhaufen</span></strong></p>
<p><em>&#8220;Als sie ihre Augen öffnete, um zu sehen, war ihr Blick vollkommen klar. Sie sah Quinn zusammengesackt vor der Kiefer, der Schnee um ihn herum war rot getränkt, als seien dort Kochtöpfe mit Blut ausgeschüttet worden. Sein tätowierter Arm war an der Schulter abgeschnitten und aus der großen breiigen Wunde regnete es Blutfäden. Sein Gesicht war aschgrau, der Schatten des Todes war bereits da. Sein Arm selbst war verschwunden, und das schien von allem am Seltsamsten.&#8221;</em></p>
<p>Solche Schlacht- und Mordszenen bleiben einem nach der Lektüre von Derek Niktias Debütroman <span style="font-variant: small-caps;">“Scheiterhaufen“</span> durchaus im Gedächnis. Ist das nun widerlicher Splatterkitsch oder gekonnte, drastische Zuspitzung einer Situation, in die die fast 16-jährige Luc geraten ist. Sie, die Hauptfigur des Romans, wird Zeugin des Mordes an Quinn, dem Jungen, den sie fast geliebt hätte und der sie so übel hintergangen und verraten hat. Beide sind in die Fänge einer Rockerbande geraten, und es ist klar, dass es neben Quinn noch weitere Tote geben wird. </p>
<p>Gewaltexzesse unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen, bei Nikitas liefern sie den Kern für eine Geschichte von vier Frauen und drei Morden. Den ersten Mord erlebt Luc als  überraschte Zeugin im Auto ihres Vaters. Als ein Typ Oscar Moberg kaltblütig auf einem Parkplatz abknallt, gehen Luc und auch die ermittelnde Polizistin Greta zunächst von einem Raubmord aus. Doch dann wendet sich das Blatt: Luc entdeckt 5.000 Dollar im Haus ihrer Eltern – Geld, das ihre Mutter Blair vermutlich als Belohnung für den Auftragsmord an ihrem Mann versteckt hält. Damit nicht genug: Blair stürzt sich von einer Klippe, doch ihr Selbstmordversuch misslingt. Fortan leidet sie unter einer Amnesie, erinnert sich kaum noch an Luc. Plötzlich ist die 16-Jährige auf sich gestellt und sucht Zuflucht beim Nachbarjungen Quinn.</p>
<p>Doch der scheinbar coole Quinn handelt im Auftrag einer Rockerbande, deren Anführer Mason, zusammen mit seiner hochschwangeren Freundin Tanya, Luc entführt, um an das noch fehlende Geld zukommen. Ein Albtraum für die 16-Jährige, die in einer Hütte versteckt gehalten wird. Tanya, das Leben in tristen Trailer-Parks gewöhnt, passt auf sie auf und träumt von einem besseren Leben mit ihrem Baby, dessen Geburt kurz bevorsteht. Und das ist nicht das einzige Problem, mit dem sich Tanya herumschlagen muss: Plötzlich taucht der Verräter Quinn auf – sein Todesurteil. Unterdessen rücken die Polizistin Greta und ihrer Kollegen den Rockern immer mehr auf die Pelle – bis es zum schaurigen Showdown in verschneiter Landschaft kommt. </p>
<p><strong>Vom Backfisch zur Mörderin</strong></p>
<p>Viel Brutalität, viel Gleichgültigkeit, viel Trostlosigkeit – auf diese Worte kann man Lucs Geschichte, die zugleich auch die Geschichte von ihrer Mutter Blair, der Polizistin Greta und der Rockerbraut Tanya ist, zusammenfassen. Nikitas Roman ist durchweg düster und dicht – bis zu einem Ende, das nicht so wirklich zu einem knallharten Noir-Roman passen will. Seine Qualität zeigt er immer da, wo der Autor ausblendet, wo er Raum für die Bilder des Lesers lässt, wo oft nur einzelne Sätze einen ganzen Film ablaufen lassen können. Das geschieht leider zu selten in diesem Roman. Gerade die Mordszenen – sei es der Mord an Lucs Vater, sei es das Abschlachten von Quinn – beschreibt Nikitas zu deutlich, zu genau und nimmt damit seiner Erzählung den Atem.  Andeutungen, Striche, Lücken – all das hätte den Roman intensiver wirken lassen. </p>
<p>Dabei ist Nikitas durchaus ein Erzähler, der etwas zu sagen hat. Allein, dass er in seiner “Coming-of-Age“-Geschichte – was man im Deutschen wohl noch am ehesten mit einem Bildungs- oder Entwicklungsroman vergleichen könnte – vier Frauen in den Vordergrund stellt, ist bemerkenswert. Eine solche Zusammenstellung findet sich bei dieser Art von Literatur nämlich eher selten. Auch sein nüchterner, fast kalter Stil, der seine Figuren mehr durch ihre Gedanken und Gespräche zeichnet, als durch Beschreibungen eines allwissenden Erzählers, kann überzeugen. Die hinterhältige Dramatik, die er seiner Geschichte verpasst, die eine oder andere Wendung, die er geschickt einbaut, spricht dafür, dass Nikitas ein kluger Dramatiker ist. Weiterer Beweis ist die Figur Luc, die zunächst wie ein typischer Backfisch erscheint, gelegentlich CDs klaut, dann Zeugin am Mord ihres Vaters wird, schließlich den Tod ihres Verräters herbeisehnt und dann selbst zur Mörderin wird – das ist schon eine Entwicklung, die man in klassischen Bildungsromanen eher selten liest.  Allein, das arg kitischige Ende, das so wirkt, als sei es für einen US-amerikanischen Mainstream-Film ausgedacht, nimmt dem Roman die Wucht. </p>
<p>Was als durchaus provozierende Story beginnt, die einen klaren Blick auf das Leben in amerikanischen Kleinstädten und in den furchtbaren Wohnwagensiedlungen wirft, verkümmert zum Schluss zu einer rührseligen Vier-Frauen-Geschichte. </p>
<p><strong>Derek Nikitas: <span style="font-variant: small-caps;">Scheiterhaufen</span></strong>/ Übersetzt aus dem Amerikanischen von Jens Seeling. &#8211; Frankfurt am Main : Seeling Verlag, 2010. -<br />
ISBN 978-3-938973-11-0 – Preis: 15 €</p>
<p>Originalausgabe: <strong>Derek Nikitas: <span style="font-variant: small-caps;">Pyres</span></strong>. &#8211; New York : St. Martin Minotaur, 2007 </p>
<p>Buch bestellen bei:<br /><a target="_blank" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3938973110/ludgerslesezeich/">» amazon.de</a> <a target="_blank" href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=72132&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=3938973110">» libri.de</a> <a style="" target="_blank" href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=72132&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=3938973110">» buch24.de</a> <a style="" href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=72132&amp;site=3780&amp;type=text&amp;tnb=14&amp;prd=yes&amp;suchwert=3938973110" target="_blank">» buecher.de</a</p>
<p><strong>Da draußen:</strong><br />
<a href="http://www.dereknikitas.com/">Homepage von Derek Nikitas</a><br />
<a href="http://www.dereknikitas.blogspot.com/">This World Like A Knife &#8211; Blog von Derek Nikitas</a></p>
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		<title>Krimitipp &#124; Jedediah Berry: Handbuch für Detektive</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 09:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ludger Menke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vabanquespiel]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[handbuch für Detektive]]></category>
		<category><![CDATA[Jedediah Berry]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Mashup]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>

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		<description><![CDATA[Notwendiger denn je: Ein Buch, bei dem man etwas übers Beschatten, übers Bluffen und übers Betrügen lernen kann. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ungelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages: Jedediah Berry: Handbuch für Detektive</strong><br />
<a href="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/handbuch_fuer_detektive200.jpg" rel="lightbox[502]"><img src="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/handbuch_fuer_detektive200.jpg" alt="Handbuch für Detektive von Jedediah Berry" title="Handbuch für Detektive" width="125" height="200" style="float: right; margin-left: 5px;" /></a><br />
Jedediah Berry: Handbuch für Detektive : Roman / Aus dem Englischen von Judith Schwaab. – München : C. H. Beck, 2010<br />
ISBN 978-3-406-60515-4 – Preis: 19,95 €</p>
<p>Mashup ist auch beim Krimi angesagt. Krimi-Solos reichen nicht immer. Krimi, dieser elendige Bastard, treibt es auch gerne mit anderen Genres: Science Fiction, Horror oder Fantasy zum Beispiel. Ein Beispiel dafür ist der Debütroman „The Manual of Detection“ des US-amerikanischen Autors Jedediah Berry, der in diesen Tagen bei C.H. Beck unter dem Titel „Handbuch für Detektive“ erschienen ist. Laut deutscher Verlagswerbung ein <em>„Krimi aus einer Traumwelt, als hätte man Kafka und Borges gebeten, gemeinsam einen Detektivroman zu schreiben.“</em> Nun gut: Kafka, Borges – irgendwo wird auch der Vergleich zu Ray Bradburys Erzählungen herangezogen – da steigt der Erwartungsdruck für dieses Krimi-Fantasy-Science-Fiction-Mashup. Ob das für einen Debütanten so gut ist, bezweifle ich. </p>
<p>Allerdings hat „The Manual of Detection” einige gute Kritiken in den USA eingefahren (sicher, das heißt jetzt auch nix). Und die Überschriften des Romans wecken durchaus die Neugier: „Über das Beschatten“, „Über Betrug“ oder „Über das Bluffen“ sind Kapitel überschrieben. Erzählt wird die Geschichte von Charles Unwin, kleiner Angestellter einer großen Detektivagentur, der mit aufgespannten Schirm selbst bei Regen mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt. Als einer der Top-Detektive der Agentur vermisst wird, begibt sich Unwin auf die Suche nach dem Verschwundenen und diese Suche führt ihn in die fiesesten Ecken der Großstadt.  Er trifft dabei auf allerlei merkwürdige Gestalten. Das „Handbuch für Detektive“ führt den Jungdetektiv durch die Unterwelt, in der er unter anderem auch in die Träume eines Mordopfers eindringen soll. Mashup eben, mit vielen Bezügen in die klassische Detektivliteratur. </p>
<p><strong>Da draußen</strong><br />
<a href="http://www.thirdarchive.net/book.html">The Manual of Detection &#8211; Homepage zum Buch </a><br />
<a href="http://www.thirdarchive.net/blog/">The Third Archive: Blog von Jedediah Berry </a></p>
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		<title>Das tägliche Drama &#124; Folge 5</title>
		<link>http://krimiblog.de/483/krimitagebuch/das-tagliche-drama-folge-5</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 10:27:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ludger Menke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundrauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[P.D. James]]></category>
		<category><![CDATA[Reginald Hill]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Jon Ellory]]></category>
		<category><![CDATA[Sherlock Holmes]]></category>
		<category><![CDATA[Theakstons Old Peculier Crime]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Gewinnern, Verlierern und gefährlichen Gefängnisbibliotheken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/alcatraz_cell_200.jpg" rel="lightbox[483]"><img src="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/alcatraz_cell_200.jpg" alt="" title="AlcatrazCell by kathycsus @flickr via everystockphoto.com" width="133" height="200" style="float: right; margin-left: 5px;" /></a><strong>+++ Twitter off +++ </strong></p>
<p>Hoch die Tassen: Vor ein paar Tagen noch <a href="http://krimiblog.de/396/krimitipp/krimitipp-roger-jon-ellory-vergib-uns-unsere-sunden">Krimitipp des Tages</a>, jetzt stolzer Preisträger des <a href="http://www.harrogate-festival.org.uk/crime/award/">&#8220;Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year&#8221;-Award</a>. Wie Ali Karim bei Facebook berichtet und Katie Allen beim &#8220;<a href="http://www.thebookseller.com/news/124088-ellory-takes-home-theakstons-win.html">Bookseller</a>&#8221; , erhält <a href="http://www.rogerjonellory.com/">Roger Jon Ellory</a> den Preis für seinen Roman &#8220;A Simple Act Of Violence“, der erst vor ein paar Tagen unter dem Titel &#8220;Vergib uns unsere Sünden&#8221; in deutscher Übersetzung erschienen ist. Darauf einen Lindenblütentee (no alcohol, please!)</p>
<div align="center">***</div>
<p>Hoch die Tassen &#8211; Teil 2: Nicht vergessen zu erwähnen, das <a href="http://www.randomhouse.com/features/reghill/">Reginald Hill</a> für seinen ausergewöhnlichen Beitrag zur Kriminalliteratur bei der gleichen Veranstaltung wie auch R. J. Ellory ausgezeichnet wurde. <a href="http://www.harrogate-festival.org.uk/crime/award/">&#8220;Theakstons Old Peculier Outstanding Contribution to Crime Fiction Award&#8221;</a> heißt das Ding und auch da heben wir die Teetassen!</p>
<div align="center">***</div>
<p>Blogempfehlung: Da ja heute Followfriday ist, sei ein Blog empfohlen, dass seit ein paar Wochen zur täglichen Lektüre gehört: <a href="http://thrillerkiller.wordpress.com/">Thriller Killer&#8217;s Blog</a> heißt es und wird eben vom <a href="https://twitter.com/ThrillerKiller1">@ThrillerKiller1</a> bestückt.  </p>
<div align="center">***</div>
<p>Wie tut sie&#8217;s? Der gute Andrew Taylor verteidigt beim <a href="http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/books/features/agatha-christie-the-curious-case-of-the-cosy-queen-2032999.html">&#8220;Independent&#8221;</a> die &#8220;Queen of Crime&#8221; Agatha Christie. &#8220;How does she do it?&#8221; fragt Taylor &#8211; und gibt gleich die Antworten.</p>
<div align="center">***</div>
<p>Noch &#8216;ne Königin: In unserer beliebten Reihe mit P.D. James-Porträts finden wir heute ein Stück bei der &#8220;Montreal Gazette&#8221;. <a href="http://www.montrealgazette.com/Elderly+find+pace+change+horrifying+James+says/3311766/story.html">&#8220;Elderly find the pace of change horrifying&#8221; </a>behauptet darin die würdevolle Lady des gepflegten Mordes. </p>
<div align="center">***</div>
<p>Baker-Street-Boys back: Wie sexy ist eigentlich Sherlock Holmes? Diese Frage stelle ich mir ja schon seit Jahren, Tim Oglethorpe erörtet dies nun auch bei der <a href="http://www.dailymail.co.uk/tvshowbiz/article-1297023/Sherlocks-got-sexy-With-nicotine-papers-instead-pipe-taxis-replacing-hansom-cabs-new-TV-Holmes-21st-century-hero.html?ito=feeds-newsxml">&#8220;Daily Mail&#8221;</a>. Aber eigentlich geht es natürlich um die neue BBC-Serie mit den Baker-Street-Boys, dem pseudoschwulsten Jungs-Duo der Kriminalliteratur. </p>
<div align="center">***</div>
<p>Blaupause aus der Gefängnisbibliothek: Und wieder ein realer Kriminalfall, der seinen Anfang angeblich in der Kriminalliteratur gefunden hat. Elizabeth Minkel berichtet beim <a href="http://www.newyorker.com/online/blogs/books/2010/07/books-and-the-cheshire-killings.html">&#8220;New Yorker&#8221;</a> über den Mord an der <a href="http://topics.nytimes.com/topics/reference/timestopics/people/p/petit_family/index.html">Petit-Familie</a> in Cheshire, Connecticut. Nun sollen Bücher &#8211; <a href="http://www.nytimes.com/2010/07/22/nyregion/22cheshire.html">konkret Truman Capotes &#8220;In Cold Blood&#8221; und Stieg Larsons &#8220;The Girl With the Dragon Tattoo,</a>”  &#8211; aus der Gefängisbilbiothek (!) Steven J. Hayes, einer der mutmasslichen Täter, zu den Morden inspiriert haben.  In dem Zusammenhang sei auch noch auf den interessanten Artikel &#8220;<a href="http://www.newyorker.com/arts/critics/atlarge/2009/11/09/091109crat_atlarge_lepore">Rap Sheet &#8211; Why is American history so murderous?&#8221;</a> von Jill Lepore hingewiesen.</p>
<div align="center">***</div>
<p>Gute Wochenend-Lektüre!</p>
<p><em>Bildquelle: AlcatrazCell by kathycsus <a href="http://www.flickr.com/photos/kathycsus/353531145/">@flickr</a> via <a href="http://everystockphoto.com/photo.php?imageId=1009101">everystockphoto.com</a></em></p>
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		<title>Krimitipp &#124; Kathryn Miller Haines: Ein Schlachtplan für Miss Winter</title>
		<link>http://krimiblog.de/470/krimitipp/krimitipp-kathryn-miller-haines-ein-schlachtplan-fur-miss-winter</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 04:31:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ludger Menke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vabanquespiel]]></category>
		<category><![CDATA[Ein Schlachtplan für Miss Winter]]></category>
		<category><![CDATA[Kathryn Miller Haines]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Rezensent auf Abwegen und eine Schauspielerin als Detektivin - Vorhang auf!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<p><strong>Ungelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Kathryn Miller Haines: Ein Schlachtplan für Miss Winter</strong></p>
<p><a href="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/ein_schlachtplan_fuer_miss_winter_200.jpg" rel="lightbox[470]"><img src="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/ein_schlachtplan_fuer_miss_winter_200.jpg" alt="" title="Ein Schlachtplan für Miss Winter" width="124" height="200" style="float: right; margin-left: 5px;" /></a></p>
<p>Kathryn Miller Haines: Ein Schlachtplan für Miss Winter : Rosie Winters zweiter Fall / Aus dem Amerikanischen von Kirsten Riesselmann. &#8211; Berlin : Suhrkamp, 2010</p>
<p>ISBN 978-3-518-46166-2 – Preis: 9,95 €</p>
<p></p>
<p>Zum ersten Roman von Kathryn Miller Haines, der in deutscher Übersetzung erschienen ist, hat der geschätzte Walter Delabar eine der <a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13042">schönsten Nicht-Rezensionen</a> der letzten Jahre geschrieben. Sein  Loblied auf “Miss Winters Hang zum Risiko“ erzählt uns ganz viel über den Rezensenten, dafür so gut wie nichts über das besprochene Buch. Ich mag solche Texte, die auf Abwegen wandeln. Dennoch habe ich den ersten Roman der US-amerikanischen Autorin noch nicht gelesen  – wie so oft aus Zeitmangel. Aber er liegt jetzt hier im Regal (bei mir liegen Bücher des Öfteren) neben dem neuen Roman “The Winter of her Discontent“, der seit einigen Wochen unter dem Titel “Ein Schlachtplan für Miss Winter“ erhältlich ist. </p>
<p></p>
<p>Schauplatz ist wie im ersten Roman die New Yorker Theaterwelt, diesmal im Kriegsjahr 1943. Rosie Winter, Broadway-Schauspielerin ohne Engagement, muss diesmal ihren Freund Al aus dem Schlamassel herausholen. Angeblich soll er das Starlet Paulette erschlagen haben, er gesteht sogar die Tat, doch Miss Winter weiß es mal wieder besser. Das klingt durchaus nach Retro – aber vielleicht nach nettem Retro. Und es erinnert ein wenig an den guten George Baxt. Die nächsten ruhigen Stunden sollen auf jeden Fall Miss Winter gehören, von der es in den USA bislang noch zwei weitere Titel vorliegen. Stoff genug also. </p>
<p></p>
<p><strong>Da draußen</strong>:<br />
<a href="http://www.hammett-krimis.de/krimi_autoren/autor/90-Kathryn-Miller_Haines">Porträt von Kathryn Miller Haines bei der Hammett-Krimibuchhandlung</a></p>
<p><a href="http://www.kathrynmillerhaines.com/">Homepage von Kathryn Miller Haines</a></p>
<p></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Krimitipp &#124; Jo Nesbø : Headhunter</title>
		<link>http://krimiblog.de/461/krimitipp/krimitipp-jo-nesb%c3%b8-headhunter</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 04:16:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ludger Menke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vabanquespiel]]></category>
		<category><![CDATA[Headhunter]]></category>
		<category><![CDATA[Jo Nesbø]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[(K)ein Wirtschaftsthriller, der Gutes tun will. Bestimmt auch für seine Leser.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ungelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Jo Nesbø : Headhunter</strong><br />
<a href="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/nesbo_headhunter200.jpg" rel="lightbox[461]"><img src="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/nesbo_headhunter200.jpg" alt="" title="Headhunter" width="129" height="200" style="float: right; margin-left: 5px;" /></a><br />
Jo Nesbø : Headhunter : Thriller / Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob. &#8211; Berlin : Ullstein, 2010<br />
ISBN 978-3-548-28045-4 – Preis 14,95 €</p>
<p>Lese und tue Gutes – nach diesem Motto funktioniert der neue Thriller des norwegischen Autors Jo Nesbø. Wer nämlich “Headhunter“ &#8211; dessen Originaltitel ich im Buch nicht entdecken konnte – käuflich erwirbt, der spendet damit Geld für eine Stiftung, die gegen Analphabetismus bei Kinder kämpft und von Jo  Nesbø gegründet wurde. Und was bekommt man für sein Geld zu lesen?</p>
<p>Roger Brown ist einer dieser Headhunter, der seinen Kunden jedoch nicht nur möglichst gute Manager vermittelt, er erleichtert sie auch um ihre Kunstwerke und verkauft sie. Als er an Clas Greve gerät, den er vermitteln soll und der einen wertvollen Rubens besitzt, hat er seinen härtesten Gegner gefunden. Das Multitalent Nesbø, der ja nicht nur Schriftsteller, sondern auch Musiker und Ökonom ist, dürfte sich in der Welt der Wirtschaftsbosse gut auskennen.  Damit könnte es tatsächlich mal einen interessanten Wirtschaftskrimi geben, vermutlich geht es aber in die andere Richtung. Immerhin dürfte man etwas über die Fragetechnik des FBI lernen. Man weiß ja nie, wofür man das brauchen kann&#8230;</p>
<p><strong>Da draußen</strong><br />
<a href="http://www.wiwo.de/management-erfolg/ruecksichtslosigkeit-zahlt-sich-aus-436038/">Rücksichtslosigkeit zahlt sich aus &#8211; Interview mit Jo  Nesbø</a><br />
Trailer zum Buch </p>
<div align="center"><object width="300" height="193"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Qcfx68bvkdU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Qcfx68bvkdU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="300" height="193"></embed></object></div>
<p><br clear="all"></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das tägliche Drama &#124; Folge 4</title>
		<link>http://krimiblog.de/438/krimitagebuch/das-tagliche-drama-folge-4</link>
		<comments>http://krimiblog.de/438/krimitagebuch/das-tagliche-drama-folge-4#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 14:23:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ludger Menke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundrauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[P.D. James]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Price]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Wilson]]></category>
		<category><![CDATA[Sherlock Holmes]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Wickert]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Königinnen in einem Artikel, Invasion in die USA und ein hoher Glamour-Faktor in Berlin - kurz: krimitechnisch ein ganz heißer Tag. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/braut_mit_gewehr_200.jpg" rel="lightbox[438]"><img src="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/braut_mit_gewehr_200.jpg" alt="" title="Braut mit Gewehr | Bildquelle: satanoid@flickr via/ everystockphoto.com" width="174" height="200" style="float: right; margin-left: 5px;" /></a><strong>+++ Twitter off +++</strong></p>
<p>Stapel unbesprochener Werke, diesmal mitten in New York: Richard Price zieht mich zur Zeit rüber. <span style="font-variant: small-caps;">&#8220;Lush life&#8221;</span>, auf Deutsch <span style="font-variant: small-caps;">&#8220;Cash&#8221;</span>. Hochgelobter, gegenwärtiger, gesellschaftlicher, politischer, krimineller Bestseller, Lifestyle-Porträt nach 9/11. Bislang merke ich da nicht viel von. Netter, leicht verwirrter Kriminalroman trifft&#8217;s momentan noch besser.  </p>
<div align="center">***</div>
<p>Eine Krimi-Königin und eine Königin der Meere: Die englische Autorin P. D. James ist gerade auf der &#8220;Queen Mary II&#8221; unterwegs gewesen, für <a href="http://krmb.de/7g">USA Today</a> Anlass zu einem ausführlichen Porträt &#8211; mit Zahlen und Fakten. Und wem dies an täglicher P.D. James-Dosis noch nicht reicht, beim <a href="http://krmb.de/7l">&#8220;Telegraph&#8221;</a> gibts noch ein schönes, ausführliches Porträt &#8211; mit Video sogar!</p>
<div align="center">***</div>
<p>Retro: Die BBC hat dem werten Sherlock Holmes mal wieder einen neuen Auftritt auf der Mattscheibe verpasst. Gerard Gilbert hat für <a href="http://krmb.de/7m">&#8220;The Independent&#8221;</a> schon mal reingeschaut und ist sich sicher: &#8220;The reasons we shouldn&#8217;t update them are elementary.&#8221; </p>
<div align="center">***</div>
<p>International Affairs: <a href="http://online.wsj.com/public/resources/documents/info-enlargePic07.html?project=imageShell07&#038;bigImage=JUMPa-WSJ-100702.jpg&#038;h=1140&#038;w=942&#038;title=WSJ.COM&#038;thePubDate=20080826"><em>&#8220;If you like organized crime stories then try Germany and Italy. Traditional mafiosos still turn up, but new European crime fiction increasingly deals with crime rings run by Eastern European gangs.&#8221;</em></a> So sieht man das beim <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703426004575338763878488670.html">&#8220;Wall Street Journal&#8221;</a>. Alexandra Alter beschäftigt sich mit der Infiltration des US-amerikansichen Krimimarktes durch ausländische Autoren &#8211; zum Beispiel Jakob Arjouni, Jo Nesbø, Leonardo Padura oder Carlo Lucarelli. </p>
<div align="center">***</div>
<p>Afrikanisch: Okay, dieses Fundstück hat jetzt schon ein paar Tage auf dem Buckel, aber als Leseliste ist es diskutabel. <a href="http://krmb.de/7h">&#8220;Michael Stanley&#8217;s top 10 African crime novels&#8221;</a> &#8211; beim Guardian am 30. Juni veröffentlicht &#8211; als alle Welt noch nach Südafrika schaute. (Okay, Deutschland schaute an dem Tag nach Berlin). Auf der Liste vertreten ist auch ein Roman aus Robert Wilsons <a href="http://www.robert-wilson.eu/medway/index.html">Bruce-Medway-Reihe</a>, die in Afrika spielt und die den deutschen Markt bislang nicht erreicht hat. Nachzuholen? </p>
<div align="center">***</div>
<p>Erst vor eingen Tagen eine Besprechung in der <a href="http://krmb.de/7k">&#8220;Washington Post&#8221;</a>, dann ein ausführlicher Hintergrundbericht <a href="http://krmb.de/7j">beim geschätzten Ali Karim</a> und seit heute morgen Krimitipp des Tages. So kann es gehen, mit den &#8220;Thrillers &#8211; 100 Must-Reads&#8221;. </p>
<div align="center">***</div>
<p>Apropos Buchempfehlung: Wie man wem die richtigen Bücher empfiehlt &#8211; Laura Miller hat sich bei <a href="http://www.salon.com/books/laura_miller/?story=/books/laura_miller/2010/07/21/recommendations">&#8220;Salon.com&#8221;</a> dazu ihre Gedanken gemacht.</p>
<div align="center">***</div>
<p>Ganz viel Wahrheit: Der tägliche Glamour-Faktor muss sein. Ulrich Wickert hat dem Gesellschaftskolumnisten der &#8220;BZ&#8221; seine <a href="http://krmb.de/7i">Tipps für&#8217;s Krimischreiben diktiert</a>. Bitte, lieber Kinder und Krimiautoren, NICHT nachmachen! </p>
<div align="center">***</div>
<p>Schönes Schwitzen noch!</p>
<p>Bildquelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/72476440@N00/132042624/">satanoid@flickr</a> via/ <a href="http://www.everystockphoto.com/">everystockphoto.com</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Krimitipp &#124; David Morrell &amp; Hank Wagner: Thrillers : 100 Must-Reads</title>
		<link>http://krimiblog.de/431/krimitipp/krimitipp-david-morrell-hank-wagner-thrillers-100-must-reads</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 04:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ludger Menke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vabanquespiel]]></category>
		<category><![CDATA[Anthologie]]></category>
		<category><![CDATA[David Morrell]]></category>
		<category><![CDATA[Hank Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Thrillers 100 Must-Reads]]></category>

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		<description><![CDATA[Was Beowulf, Macbeth und Frankstein (angeblich) gemeinsam haben und warum man manche Leseempfehlung besser ignoriert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ungelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | David Morrell &#038; Hank Wagner: Thrillers : 100 Must-Reads</strong><br />
<a href="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/thrillers_100_must_reads_200.jpg" rel="lightbox[431]"><img src="http://krimiblog.de/wp-content/uploads/2010/07/thrillers_100_must_reads_200.jpg" alt="" title="Thrillers 100 Must-Reads" width="142" height="200" style="float: right; margin-left: 5px;" /></a><br />
David Morrell, Hank Wagner (Ed.): Thrillers : 100 Must-Reads; Today&#8217;s best thriller writers on one hundred classics of the genre. &#8211; Longboat Key, Florida : Oceanview Publishing, 2010<br />
ISBN 978-1-933515-56-4 – Preis (amazon.de) 23,99 </p>
<p>Das “must-read“ im Titel lässt mich natürlich skeptisch werden. Warum soll man ausgerechnet diese einhundert Erzählungen, Romane und Epen lesen und nicht einhundert andere? Die beiden Herausgeber von “Thrillers – 100 Must-Reads“ sprechen den einhundert vorgestellten Werken einen gewissen Einfluss zu. Weiterhin haben sie den einhundert Thriller-Autoren, die jeweils ein Buch vorstellen, bei ihrer Auswahl noch weitere Kriterien mitgegeben: Gleichgültig, welche Unterart von Thriller vorliegt – Spionage-Thriller, Action-Thriller oder romantischer Thriller – gemeinsam müsse ihnen die Spannung sein, das Adrenalin, das sie durch die Adern ihrer Leser strömen lassen. Weiterhin zähle die Wirkung, die das Werk in seinem jeweiligen historischen Kontext und darüber hinaus verbreitet habe. Denn nicht jeder Roman, der womöglich vor 200 Jahren seine Leser fesselte, kann diese Wirkung noch heute erzielen – aber er hat vielleicht nachfolgende Autoren und ihren Stil, ihre Geschichten beeinflusst. </p>
<p>Nun, ob man beim Epos “Beowulf“ heutzutage vor Spannung immer noch ins Stocken gerät, ob “Macbeth“ uns immer noch schaudern lässt, ob “Frankenstein“ uns, die wir schon hunderte moderner Wissenschaftsthriller verschlungen haben, immer noch packt, bezweifele ich, aber das alleine ist eben nur ein Kriterium. Interessanter ist vielleicht zu sehen, welcher zeitgenössische Thriller-Autor welchen “Klassiker“ empfiehlt. Lee Child greift zur griechischen Mythologie und präsentiert uns die Geschichte von Theseus im Labyrinth des Minotaurus, David Liss erklärt uns die Faszination von “Robinson Crusoe“ und Joe R. Lansdale verweist mit “The Postman Always Rings Twice“ auf einen Klassiker der Moderne. Auch wesentlich aktuellere Romane finden sich als Empfehlung: Lee Childs “Killing Floor“ (man empfiehlt sich auch gelegentlich gegenseitig), Jeffery Deavers “The Bone Collector“ oder auch Dan Browns “Da Vinci Code“ stehen auf der Liste. Nun ja. Von einem ernstzunehmenden Kanon kann man wohl kaum sprechen, die ein oder andere Leseanregung mag es durchaus geben. Meine grundlegende Skepsis, wenn Thriller- oder Krimiautoren Thriller oder Krimis empfehlen, bleibt bestehen. </p>
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