Alle Artikel des Monats: März 2013

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Wir nennen es Ostereis | Die Krimiblog-Konferenz am Ostersamstag 2013

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Gut, dass Sie jetzt da sind. Wo ich doch extra noch einmal alles durchgewischt habe, bin ich froh, dass Sie nicht im Schnee stecken geblieben sind. Dann machen Sie es sich jetzt bitte bequem und hören Sie rein, in die Krimiblog-Konferenz, diesmal in der Oster-Eis-Ausgabe. Werte Krimi-Depeschen, was habt Ihr in dieser Woche vermeldet?

»Es war eine spannende und abwechslungsreiche Woche hier bei den Krimi-Depeschen. So beschäftigte sich Dieter Paul Rudolph mit Robert B. Parker und wer überhaupt Krimis schreiben sollte. Der Thomas Klingenmaier hat Joe R. Lansdale getroffen und darüber ein lesenswertes Protokoll veröffentlicht. Und in Stuttgart trauert man.

Was tat sich bei Facebook?«

»Das Hauptthema hier bei uns war in dieser Woche die Ankündigung des Rum Diarist, der die großartige Pulp-Master-Reihe von Frank Nowatzki mit einem eigenen Blog begleiten wird. Applaus! Und damit weiter zu unseren Freunden von Goolge+«

»Wir Google-Plusser haben mit Begeisterung das Interview gelesen, das Gesine von Prittwitz mit Krimikultur:Archiv-Leiter Dieter Paul Rudolph geführt hat. Das sollten auch Sie sich nicht entgehen lassen. Worüber wurde bei Euch geredet, werte Twitterer?«

»Auch hier bei Twitter sorgte die Ankündigung des Rum Diarist für Gesprächsstoff. Aber lesen Sie doch bitte selbst:


Und da es sich bei Reading Pulp um ein Tumblelog handelt, schauen wir doch gleich mal bei den Tagen des Lesens vorbei.«

»Wir bei Tage des Lesens haben gelesen. Und wir haben Video geguckt:

Two Detectives from Tom Betts on Vimeo.

Damit zurück ins Hauptblog.«

Danke an alle! Das war sie, die Oster-Eis-Ausgabe der Krimiblog-Konferenz am Samstag. Ich wünsche feine Feiertage, lesenswerte Lektüren und baldigen Frühling. Frohe Ostern!

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Buchtipp | Viktor Pelewin: Tolstois Albtraum

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Tolstois AlbtraumUngelesen, angelesen, quergelesen – Der Buchtipp des Tages | Viktor Pelewin: Tolstois Albtraum. – Aus dem Russischen von Dorothea Trottenberg. – München : Luchterhand Literaturverlag, 2013. – ISBN 978-3-630-87388-6
Originalausgabe: T. – Moskau : Eskmo, 2009

Nach einer ganzen Reihe von Krimis liegt wieder einmal ein Nicht-Krimi vor mir. Genauer gesagt eine Mischung aus wüster »Fantasy, Action, Comic, Horror und buddhistische Weltauslegungen«, folge ich der Besprechung von Gregor Ziolkowski bei dradio.de. Es geht um den Roman Tolstois Albtraum des russischen Autors Viktor Pelewin. Und der beginnt mit der Begegnung zweier Männer während einer Zugfahrt. Der eine steckt in einer Priesterrobe, der andere in einem feinen Stadtanzug. Und beide scheinen nicht die zu sein, für die sich ausgeben. Die Durchfahrt durch einen Tunnel verändert die Situation. Es geht in dem Roman um Identität, aber wohl auch, folgt man dem Klappentext, um die Vermengung von russischer Literaturtradition mit der Moderne. Und wer ist Tolstoi?

Mein ukrainischer Student, der Pelewin als einen der wenigen interessanten, zeitgenössischen russischen Autoren bezeichnete, warnt mich vor einer verwirrenden Lektüre. Prima, das wäre doch genau das Richtige für durchlesene Osternächte. Russische Ostern also? Oder doch lieber die Neuübersetzung von Krieg und Frieden? Klassikersehnsucht am Mittwoch.

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Krimitipp | Walter Mosley: All I Did Was Shoot My Man

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All I Did Was Shoot My ManUngelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Walter Mosley: All I Did Was Shoot My Man : A Leonid McGill Mystery. – London : Riverhead Book, 2012. – ISBN 978-1-101-55231-5 (E-Book)

Der kleine Rundumblick über die Nominierungen für die diesjährigen Edgar Awards in der Kategorie Best Novel endet mit dem siebten und letzten nominierten Titel: All I Did Was Shoot My Man ist der vierte Teil der Leonid-McGill-Serie von Altmeister Walter Mosley. McGill, Mosleys schwarzer Privatdetektiv, den deutsche Leser aus Büchern wie Manhattan Karma kennen, will in seinem vierten Fall etwas gut machen.

Vor sieben Jahren erwischte Zella Grisham ihren Mann Harr Tangelo mit ihrer Freundin im Bett. Am vorherigen Wochende wurden über sechs Millionen Dollar bei einer Versicherungsgesellschaft gestohlen. Zella arbeitet gegenüber deren Büros. Zella erinnert sich nicht mehr daran, dass sie ihren Mann erschossen haben soll, bestreitet dies aber auch nicht. Belastend kommt hinzu, dass bei ihr Geld aus dem Überfall gefunden wird. Damals war Leonid McGill daran beteiligt, dass Zella hinter Gitter wandert, doch nun ist er von ihrer Unschuld überzeugt. Und er versucht, Unrecht wieder gut zu machen.

Sowohl Kritiker wie auch Leser in den USA zeigten sich von dem vierten Band angetan und erfreulicherweise ist für Juli auch die deutsche Übersetzung unter dem Titel Manhatten Fever angekündigt. Sollte ich solange warten?

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Krimitipp | Dennis Lehane: Live by Night

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Live By NightUngelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Dennis Lehane: Live by Night. – New York : Harper Collins, 2012. – ISBN 978-0-06-220658-9

Meine kurze Reise durch die Nominierungen für den diesjährigen Edgar Award in der Kategorie Best Novel nähert sich dem Ende. Heute und morgen stelle ich die letzten beiden Titel vor und Dennis Lehanes Mafia-Roman Live by Night dürfte zu den Favoriten gehören.

»Some years later, on a tugboat in the Gulf of Mexico, Joe Coughlin’s feet were placed in a tub of cement.«

So beginnt der Roman, mit dem Lehane an sein erfolgreiches Epos The Given Day anknüpft. Es ist die Geschichte von Joe Coughlin, dem Sohn des berühmten Polizeichefs Boston. Doch Joe steht auf der anderen Seite: Er wird von einem Mafiaboss bezahlt und erfreut sich daran, ein Gangster zu sein. Der Roman spielt in den 1920er Jahre, die Zeit der Prohibition, und neben eben diesen stimmungsvollen Elementen soll Live by Night auch eine Liebesgeschichte sein. Kritiker lobten dieses sehr amerikanische Geschichte und Lehanes Prosa. Liegt ganz oben auf dem SUB.

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Winter in der XXL-Ausgabe | Die Krimiblog-Konferenz am Samstag, den 23. März 2013

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Es war eine aufregende Woche in der Geschichte des kleinen Krimiblogs und seinen Freunden und Verwandten. Deshalb schalten wir jetzt schnell, wie immer am Samstag, durch die angeschlossenen Blogs und Medien, um zu erfahren, wer über was geschrieben und gesprochen hat. Willkommen bei der Krimiblog-Konferenz, werte Krimi-Depeschen!

»Bei den Krimi-Depeschen haben wir in dieser Woche den Diven gehuldigt, uns an feinen Interviews mit Robert Wilson erfreut und leider einen Todesfall vermelden müssen: Der britische Horror-Autor James Herbert ist am Mittwoch gestorben. Mit dieser sehr trauigen Nachricht geben wir ab an unsere Facebook-Freunde. Was gibt es bei Euch?«

»Hier bei Facebook hat uns der Erfolg der US-amerikanischen Autorin Gillian Flynn zum Nachdenken gebracht. Und eine freundliche Verlinkung von jetzt.de hat uns erfreut. Und ihr so, bei Google+?«

»Der Hingucker der Woche war für uns hier bei Google+ die sehenswerte Dokumentation von Denise Mina über ihren großen Kollegen Edgar Allan Poe. So geht Krimi-Fernsehen. Und wie gehen Internetgespräche, Jungs und Mädels bei Twitter?«

»Let the tweet tell the story – unsere Devise bei Twitter. Bitte schön:

Und eine besondere Empfehlung:

Schauen statt lesen, darum geht es regelmäßig bei den Tagen des Lesens. Was habt Ihr so im Angebot?«

»Ein Bild sagt ja bekanntlich manchmal mehr als tausend Worte, in diesem Sinne freuen wir uns bei Tage des Lesens über elegante Herren:

Wahre Detektivegeschichten

Schöne Aussichten und mit denen geben wir freundlichsts ins Hauptblog zurück, wo es wohl noch zwei wichtige Hinweise gibt.«

So ist es, werte Leserinnen und Leser. Wenn ich oben von einer aufregenden Woche gesprochen habe, so hat das auch mit zwei Ereignissen zu tun, die den Krimiblogger in dieser Woche besonders beschäftigt haben. Da war zunächst einmal die Gastfreundschaft von Gesine von Prittwitz, die mich zum Interview auf ihren Blog SteglizMind geladen hat. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle, es war wunderbar!

Und die Woche endete für mich mit einer neuen Etappe in meinem Internetleben. Seit Freitag gibt es Texte von mir auch auf der neuen Plattform Medium.com. Dort konnte ich meine erste Textkollektion eröffnen, sie nennt sich „Unterdessen in einem anderen Buch“ und ich freue mich, wenn Sie dort einmal vorbei schauen. Noch befindet sich Medium.com in einer Beta-Phase und um so mehr bin ich erfreut, dass ich als einer der ersten deutschsprachigen Teilnehmer dort nun veröffentlichen darf. Womit ich einen kleinen Ausblick geben möchte, denn in den kommenden Tagen werde ich noch mal ausführlicher Medium.com vorstellen.

Unterdessen in einem anderen Buch

Bis dahin winterlich-gemütliche Tage – auch wenn der Kalender schon auf März steht. Lesen geht bei jedem Wetter.

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Krimitipp | Al Lamanda: Sunset

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Al Lamanda: SunsetUngelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Al Lamanda: Sunset. – Detroit : Five Star, 2012. – ISBN 978-1-4328-2584-3

Der Autor des fünften, nominierten Romans in der Kategorie Best Novel für die Edgar Awards heißt Al Lamanda und ist wohl das, was man einen klassischen Indie-Autor nennen könnte. Viele seiner Bücher sind als E-Books erschienen, sein jetzt nominierter Roman Sunset ist hingegen bislang nur in gedruckter Form erhältlich.

Die Geschichte, die mir der Klappentext verrät, liest sich wie klassische Hardboiled-Schule. Polizist John Bekker führte ein gutes Leben mit seiner Frau und seiner fünfjährigen Tochter Regan. Bekker gehört einer Polizeieinheit an, die gegen das organisierte Verbrechen ermittelt. Leider kommt er dem Mafiaboss Eddie Crist wohl zu nahe, denn seine Frau wird im Beisein ihrer Tochter vergewaltigt und ermordet.

Zehn Jahre später ist John Bekker völlig abgestürzt: Er ist Alkoholiker und seine Tochter, die seit dem Mord an ihrer Mutter nicht mehr spricht, lebt in einer Pflegeeinrichtung. Eines morgens wacht er an ein Bett gekettet in einem fremden Zimmer auf. Er ist im Hause von seinem Widersacher Eddie Crist gefangen, der im Sterben liegt. Crist beteuert, mit dem Tod von Bekkers Frau nichts zu tun zu haben. Der Mafiaboss beauftragt Bekker herauszufinden, wer seine Frau wirklich getötet hat.

Leser loben den Roman als humorvoll, mit einigen unerwarteten Wendungen und vor allem mit harten, aber herzlichen Charakteren. Nimmt in meinem SUB nicht unbedingt einen vorderern Platz ein, könnte aber eine Überraschung sein. Gerade, weil es ein unbekannter Autor ist.