Alle Artikel des Jahres: 2012

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Für Deinen Kalender: Krimi Abendbrot – die Termine im Januar 2013

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So startet das kommende Jahr bestimmt gut: Meine Lieblingsbuchhändlerinnen und Lieblingsbuchhändler haben mich einmal mehr eingeladen, gemeinsam mit ihnen meine Lieblingskrimis vorzustellen. Krimi Abendbrot bei „Stories!“ im Falkenriedquartier nennt sich die Veranstaltung und sie findet am Donnerstag, den 17. Januar 2012 und am Dienstag, den 22. Januar 2012, jeweils ab 19:30 Uhr statt. Zwar sind die Termine schon ausgebucht, aber mit etwas Glück kommt Ihr über die Warteliste noch rein. Einfach bei „Stories!“ melden. Was da so passiert, könnt Ihr zum Beispiel hier nachlesen.

Und so sieht meine – vorläufige – Bücherliste aus:

  • Der Mann aus dem Safe von Steve Hamilton
  • Sternchenhimmel von Carl Hiaasen
  • Die Hank-Thompson-Trilogie (Der Prügelknabe, Der Gejagte, Ein gefährlicher Mann) von Charlie Huston
  • Die Max-Mingus-Trilogie (Voodoo, Der Totenmeister, Todesritual) von Nick Stone
  • Im Süden: Die Bayou-Trilogie (Cajun-Blues, Der Boss, John X) von Daniel Woodrell

Die ausführliche Liste aller Bücher folgt im Laufe des Januars auf der „Stories!“-Seite.

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Anthony Trollope: The Way We Live Now – Loc. 313955

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»Mr Alf had, moreover, discovered another fact. Abuse from those who occasionally praise is considered to be personally offensive, and they who give personal offence will sometimes make the world too hot to hold them. But censure from those who are always finding fault is regarded so much as a matter of course that it ceases to be objectionable. The caricaturist, who draws only caricatures, is held to be justifiable, let him take what liberties he may with a man’s face and person. It is his trade, and his business calls upon him to vilify all that he touches. But were an artist to publish a series of portraits, in which two out of a dozen were made to be hideous, he would certainly make two enemies, if not more. Mr Alf never made enemies, for he praised no one, and, as far as the expression of his newspaper went, was satisfied with nothing.«

Anthony Trollope: The Way We Live Now – Loc. 313955

Anthony Trollope: The Way We Live Now – Loc. 313955. Enthalten in: Anthony Trollope: Complete Works. – [Hastings] : Delphi Classics, 2011. – Version 1.

Siehe auch: Ausgabe bei eBooks@Adelaide

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Edward Bulwer-Lytton: Was wird er damit machen? – S. 301

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»Wäre ich nun im geringsten Herr meiner eigenen Feder, und könnte gänzlich schreiben, so wie es mir gefällt – ohne pausenlos Hals über Kopf, von den tyrannischen Ansprüchen jener flotten jungen Dame in HalbStiefelchen und Chiton, ›Die Muse der Geschichte‹ geheißen, voran-getrieben zu werden – dann würd‘ ich jetzt dieses Kapitel abbrechen; das Fenster aufmachen, meine Augen auf dem weiten grünen Rasen draußen ausruhen; und mir insofern ein Gütchen tun, als ich mich einem rhapsodischen Exkurs über eben diese Verschönerin des gesellschaftlichen Lebens, genannt ›Das Temperament‹ überließe . . .: Ha! – die Muse der Geschichte macht just ein Nickerchen?: Mit Ihrer Erlaubnis, meine Gnädige – aber leise, leise! . . .«

Edward Bulwer-Lytton: Was wird er damit machen? – S. 301

Edward Bulwer-Lytton: Was wird er damit machen? Nachrichten aus dem Leben eines Lords. – Deutsch von Arno Schmidt. – Frankfurt am Main : Fischer Taschenbuch Verlag, 1990
ISBN 3-596-10605-2

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Edward Bulwer-Lytton: Was wird er damit machen? – S. 154

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»Es ist eine Veränderung des Inneren Menschen, die ihn stranden macht, (wie Guy Darrell gestrandet schien), auf den Sandbänken und Untiefen der Gegenwart: je mannhafter er sich müht, seine Bürde zu tragen, desto mehr warnt es ihn, bei der Vergangenheit zu verweilen; und je nachdrücklicher er die Lektion von der Eitelkeit aller menschlichen Wünsche erfahren hat, um so mehr streicht er von seiner Liste der Illusionen und zukünftigen Hoffnungen. Dergestalt sind ihm, aus unserer dreigestaffelten Art zu Sein, gleich 2 Dritteile zernichtet – der, der gewesen-ist – und derjenige, der hätte sein-können. Da kreuzt man am besten die Arme über der Brust; nimmt Position auf der kleinlich-abstürzigen Felsplatte, die allein aus der Maßlosen See noch vorragt; und spricht zu sich selbst, (ohne weder nach-vorn noch nach-hinten zu blicken!),: ›Wolln Wir doch tragen, was da ist.‹; und aufgrund dieser Betrachtung kann dann wohl das Bißchen Auge leuchten, und das Bißchen Mund lächeln.«

Edward Bulwer-Lytton: Was wird er damit machen? – S. 154

Edward Bulwer-Lytton: Was wird er damit machen? Nachrichten aus dem Leben eines Lords. – Deutsch von Arno Schmidt. – Frankfurt am Main : Fischer Taschenbuch Verlag, 1990
ISBN 3-596-10605-2

Frontispiece What Will He Do With It?
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Lektürenotizen | What Will He Do With It? – 1. Notizblatt

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Frontispiece What Will He Do With It?

Lektürenotizen | What Will He Do With It? – 1. Notizblatt

Absorbierende Lektüre, der Leser, aufgesaugt gleich der Tinte vom Löschpapier, eingedrungen und vereinnahmt in die Geschichte. Das macht er mit mir, der sich Geschichtsschreiber nennt. Erstes Buch. Einführung in die Gesellschaft von zwei reisenden Herren, der eine jünger, der andere älter und Maler, dazu Gaukler, Schuhflicker und ein Mädchen nebst ihrem Großvater, dem alternden Schauspieler Gentleman Waife. Illustere Gesellschaft nenne ich das wohl.

Große, kleine Bühne auf einem Jahrmarkt in Surrey, Betrachtungen über das Theater.

» – ach, ‚Worte‘, meine teuren Confrères, bedeuten so wenig in einem Stück das ‚Handlung‘ hat. TEMPO, das ist’s!: Das ist das Große Geheimnis! Analysiert es; wendet es praktisch an; und vertraut dann dankbaren Gestirnen, jene verlorengegangene Plejade, das Britsche Stück mit Handlung zurückzuführen.«

Ja, ja, TEMPO ist keine Erfindung der neueren KriminalLiteratur, keineswegs. Und mein Geschichtenerzähler? Er berichtet von Diskursen, vom Handel, vom Wunsch des Malers, das hübsche Mädchen zu porträtieren, das in großer Not 3 Pfund braucht, um mit ihrem Großvater dem Schauspieljoch des hartherzign Barons, des Theaterdirektors Lorenzo Rugge, zu entkommen. Was geschehen wird und zugleich zu zarten herzlichen Verbändelungen führen wird. Sophie, das hübsche Mädchen, dessen Kopf der Maler unbedingt haben wollte, und der junge Reisende, Lionel Haughton, sie entdecken Gefühle. Zum Ärger des Großvaters, der eine schleunigste Abreise befiehlt. Mit den 3 Pfund. Was wird er damit machen?

Parallel in die englische Ausgabe (Projekt Gutenberg) geschaut und erstaunt darüber, wie wundersam Schmidt einen englischen Text ins Deutsche bringt, ihm seine Worte und Charakter verleiht, gleichwohl ihn aber nicht verrät oder überrschreibt. Ja, ja, das hat er auch schon und unter anderem bei Collins getan, dennoch immer wieder vereinnahmend und wunderbar, diese Wortkraft. Saugkraft. Löschpapier. Und weg.

P.S.: Las ich nicht etwas von Martin Chuzzlewit?

Edward Bulwer-Lytton: Was wird er damit machen? Nachrichten aus dem Leben eines Lords. – Deutsch von Arno Schmidt. – Frankfurt am Main : Fischer Taschenbuch Verlag, 1990
ISBN 3-596-10605-2