Alle Artikel des Monats: August 2010

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True-Crime-Tipp | Vincent Bugliosi & Curt Gentry: Helter Skelter

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Ungelesen, angelesen, quergelesen – Der True-Crime-Tipp des Tages: Vincent Bugliosi & Curt Gentry: Helter Skelter

Vincent Bugliosi & Curt Gentry: Helter Skelter : Der Mordrausch des Charles Manson. Eine Chronik des Grauens. – Übersetzung: Anke und Eberhard Kreutzer, Egbert Baqué (Nachwort und Bildunterschriften). – München : Riva Verlag, 2010
ISBN 978-3-86883-057-6

Heute vor 41 Jahren, in der Nacht vom 8. auf den 9. August 1969, wurden Sharon Tate, Jay Sebring, Abigail Folger, Voyteck Frykowski und Steven Parent auf dem Anwesen des Regisseurs Roman Polanski in Bel Air, Los Angeles, von Mitgliedern der „Manson Family“ ermordet. Am Tag darauf wurden Leno und Rosemary LaBianca von den Mitgliedern getötet. Fünf Jahre später veröffentlichte der leitende Staatsanwalt im Prozess gegen Charles Manson, Vincent Bugliosi, seine Dokumentation „Helter Skelter. The True Story of the Manson Murders.“ Das Buch gilt in den USA als eines der wichtigsten True-Crime-Bücher und entwickelte sich schon kurz nach dem Erscheinen zu einem Bestseller.

Erstaunlich also, dass es 36 Jahre brauchte, bis sich ein deutscher Verlag fand, der dieses Werk übersetzte. Manson, der in den USA zu einer Art Serienkiller-Pop-Ikone stilisiert wurde, scheint für den deutschen Buchmarkt nicht ganz wichtig zu sein, wie es uns Bugliosi in seinem Vorwort zur deutschen Ausgabe weismachen will. Immerhin stellt er die Überlegung an, ob Charles Manson noch berühmter ist, als Jack the Ripper (nach dem man in Deutschland ja bekanntlich Krimipreise benennt) – und bezeichnet ihn als „berühmtesten und berüchtigsten Massenmörder aller Zeiten“. Da darf sich die Stirn schon mal in Falten legen. Die 747 Seiten starke Dokumentation, streng chronologisch und durchaus plastisch erzählt, wird wohl kaum das Zeug zum Bestseller in Deutschland haben. Dennoch sicher eine Pflichtlektüre für Fans von True-Crime-Geschichten.

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Das tägliche Drama | Folge 7

3 Kommentare

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Tag 1 nach #Blumenkübel. Freitagsdepression eines Workaholics.

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Aus dem Jammertal: Dieter Paul Rudolph, auch bekannt als dpr, hat sich in der aktuellen Ausgabe seiner Kolumne „DPRs Krimilabor“ ins Jammertal des deutschen Krimis begeben. Der Mann ist tapfer und liegt mit seiner Polemik durchaus richtig. Von den 500 Krimiautoren, die es derzeit im deutschsprachigen Raum gibt, sind gerade mal zehn wirklich richtig gute Autoren, weitere 15 liefern immerhin noch Literatur ab. Die restlichen 475 jammernden Krimischriftstellerdarsteller schwanken zwischen kitischigem Krimikunsthandwerk und Altpapier. So ist das.

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Unbeschreiblich weiblich: Während einige deutschsprachige Krimiautorinnen gerne das geifernde Waschweib geben, gibt’s im guten, alten England die „Chick-Lits“-Autorinnen. Im Guardian läuft gerade eine Debatte zum Thema: „Who in Playboy Mansion Hell still refers to a woman as a chick?“ fragt sich DJ Connell, während Michele Gorman überzeugt ist: „light doesn’t have to mean stupid„. Hat jetzt erstmal nichts mit Krimi zu tun, zeigt aber, das Diskussionen durchaus elegant und stilvoll geführt werden können.

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Holterdiepolter: Johanna Adorján hat für die FAZ die Übersetzung von „The True Story of the Manson Murders“ des US-amerikanischen Juristen Vincent Bugliosi gelesen und ist von dem „erfolgreichsten Buch, das jemals über einen wahren Kriminalfall geschrieben“ wurde, begeistert. Die Dokumentation über Charles Manson liegt jetzt in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Helter Skelter“ vor.

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Erzählkünstler: Der südafrikanische Krimiautor Deon Meyer hat die Fragen von Mike Nicol zu seinem aktuellen Roman „Thirteen Hours“ (dt.: „Dreizehn Stunden“ ) beantwortet. Nachzulesen bei Crimebeat.

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Japanische Gauner: Beim Wallstreet fragt man sich, ob Shuichi Yoshida Japans Stieg Larsson wird. Von dem bei uns kaum bekannten Autor ist in diesen Tagen der Roman „Villain“ erschienen, die englische Übersetzung seines Romans „Akunin“. Ob es Shuichi Yoshida auch bis ins Deutsche schafft?

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Kleiner Verlag mit großem Erfolg: Beim Independent feiert Nick Clark den nun nicht mehr ganz so kleinen Verlag Quercus, der Stieg Larsson zum internationalen Durchbruch verholfen hat.

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Smarte Schreiberin
: Als knallharte Krimiautorin zeigt sich die irische Autorin Alex Barclay im Interview mit der Irish Times. Darin erzählt sie unter anderem, dass sie keine betont aggressive Figuren mag, die sich penetrant in der männerdominierten Krimiwelt behaupten müssen. Nun ja.

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Spannende Literatur jenseits des Krimis gibt es auch noch. Jeremy McCarter stellt bei „Newsweek“ die Anthologie „The Cross of Redemption“ mit bislang unveröffentlichten Essays, Polemiken und Artikeln des US-amerikanischen Autors James Baldwin vor. Was Baldwin vor fast 40 Jahren über einen schwarzen US-Präsidenten gedacht hat, wie er die christlichen Fundamentalisten eingeschätzt hat und wie der alltägliche Rassimus aussah, all dürfte auch heute noch interessant sein.

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In diesem Sinne: Weitsichtiges Wochenende

Bildquelle: llorar a lágrima viva by nyki_m @flickr via everystockphoto.com