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Das tägliche Drama | Folge 6

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Da will man fleißiger Blogger sein, aber Arbeit und anderer Unbill lassen einem keine Zeit für die liebste Lieblingsbeschäftigung. Das kann so nicht weitergehen.

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Bollywood-Meisterwerk: Wie man selbiges verfasst, erfährt man in einem Artikel über den indischen Autor Vikram Chandra, der uns so bunte Krimibücher wie „Sacred Games“ (dt. zunächst in zwei Teilen unter den Titeln „Der Gott von Bombay“ und „Bombay Paradise“ 2006 erschienen, aktuell als dicker Wälzer unter dem Titel „Der Pate von Bombay“ als Taschenbuch lieferbar) geschenkt hat.

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Bruchstücke: Am 4. Juni verstarb der US-amerikanische Autor David Markson, der leider hierzulande kaum wahrgenommen wurde. Nun wird seine persönliche Bibliothek Stück für Stück im New Yorker Buchladen „Strand Bookstore“ verkauft – oder sollte man lieber verscherbelt sagen? Jedenfalls versuchen nun Bücherliebhaber aus aller Welt zumindest virtuell die Sammlung zu erhalten, in dem sie in einer Facebook-Gruppe festhalten, wer welches Exemplar aus Marksons Bibliothek erworben hat. Und wie es sich so lebt und liest, mit den Geistern in gebrauchten Büchern, darüber hat sich Dylan Jackson so seine – sehr lesenswerten – Gedanken gemacht.

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Abkehr: Die US-amerikanische Autorin Anne Rice, die unter anderem durch ihren Roman-Zyklus „Chronik der Vampire“ bei uns bekannt wurde, will keine Christin mehr sein. Auf ihrer Facebook-Seite schrieb sie:

As I said below, I quit being a Christian. I’m out. In the name of Christ, I refuse to be anti-gay. I refuse to be anti-feminist. I refuse to be anti-artificial birth control. I refuse to be anti-Democrat. I refuse to be anti-secular humanism. I refuse to be anti-science. I refuse to be anti-life. In the name of …Christ, I quit Christianity and being Christian. Amen.

Anne Rice, die sich mit diesem Schritt vor allem gegen fundamentalistische, christliche Gruppen in den USA wendet, vermutlich kein leichter Schritt, da für sie der Glaube elementar ist. Die Autorin, deren Sohn Christopher Rice, der ebenfalls als Schriftsteller arbeitet, offen schwul lebt, unterstützt schon länger die Rechte von Schwulen und Lesben.

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Gesucht: Während des „Theakston Old Peculier Crime Writing festival“ hatten Nachwuchsautoren die Gelegenheit, Literaturagenten von ihren noch unveröffentlichten Werken zu überzeugen. Wie man sich dabei so fühlt und was dabei alles schief gehen kann, Helen Carter hat für den Guardian den Selbsttest unternommen.

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Historisch: Von Sjöwall/Wahlöö bis Stieg Larsson: Die geschätzte Sarah Weinman hat sich für „The Daily Beast“ Gedanken über die Tradition der schwedischen Kriminalliteratur gemacht.

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Happy Birthday: Geburtstagskind des Tages ist ein kleiner Vogel – die Penguin Books feiern heute ihren 75. Geburtstag. Da gratuliere ich ganz artig und wünsche dem kleinen Vogel weiterhin viel, viel Erfolg.

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