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Das tägliche Drama | Folge 4

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Stapel unbesprochener Werke, diesmal mitten in New York: Richard Price zieht mich zur Zeit rüber. „Lush life“, auf Deutsch „Cash“. Hochgelobter, gegenwärtiger, gesellschaftlicher, politischer, krimineller Bestseller, Lifestyle-Porträt nach 9/11. Bislang merke ich da nicht viel von. Netter, leicht verwirrter Kriminalroman trifft’s momentan noch besser.

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Eine Krimi-Königin und eine Königin der Meere: Die englische Autorin P. D. James ist gerade auf der „Queen Mary II“ unterwegs gewesen, für USA Today Anlass zu einem ausführlichen Porträt – mit Zahlen und Fakten. Und wem dies an täglicher P.D. James-Dosis noch nicht reicht, beim „Telegraph“ gibts noch ein schönes, ausführliches Porträt – mit Video sogar!

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Retro: Die BBC hat dem werten Sherlock Holmes mal wieder einen neuen Auftritt auf der Mattscheibe verpasst. Gerard Gilbert hat für „The Independent“ schon mal reingeschaut und ist sich sicher: „The reasons we shouldn’t update them are elementary.“

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International Affairs: „If you like organized crime stories then try Germany and Italy. Traditional mafiosos still turn up, but new European crime fiction increasingly deals with crime rings run by Eastern European gangs.“ So sieht man das beim „Wall Street Journal“. Alexandra Alter beschäftigt sich mit der Infiltration des US-amerikansichen Krimimarktes durch ausländische Autoren – zum Beispiel Jakob Arjouni, Jo Nesbø, Leonardo Padura oder Carlo Lucarelli.

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Afrikanisch: Okay, dieses Fundstück hat jetzt schon ein paar Tage auf dem Buckel, aber als Leseliste ist es diskutabel. „Michael Stanley’s top 10 African crime novels“ – beim Guardian am 30. Juni veröffentlicht – als alle Welt noch nach Südafrika schaute. (Okay, Deutschland schaute an dem Tag nach Berlin). Auf der Liste vertreten ist auch ein Roman aus Robert Wilsons Bruce-Medway-Reihe, die in Afrika spielt und die den deutschen Markt bislang nicht erreicht hat. Nachzuholen?

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Erst vor eingen Tagen eine Besprechung in der „Washington Post“, dann ein ausführlicher Hintergrundbericht beim geschätzten Ali Karim und seit heute morgen Krimitipp des Tages. So kann es gehen, mit den „Thrillers – 100 Must-Reads“.

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Apropos Buchempfehlung: Wie man wem die richtigen Bücher empfiehlt – Laura Miller hat sich bei „Salon.com“ dazu ihre Gedanken gemacht.

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Ganz viel Wahrheit: Der tägliche Glamour-Faktor muss sein. Ulrich Wickert hat dem Gesellschaftskolumnisten der „BZ“ seine Tipps für’s Krimischreiben diktiert. Bitte, lieber Kinder und Krimiautoren, NICHT nachmachen!

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Schönes Schwitzen noch!

Bildquelle: satanoid@flickr via/ everystockphoto.com

Veröffentlicht von

human since 1966 | librarian since 1992 | dj since 1994 | online editor since 1999 | blogger since 2005 | t.b.c.

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  1. „Während Wickert erzählt, essen wir Weinbergschnecken und Schweinskopf, Jacobsmuscheln und Lammwürstchen“
    nein, das sollte man wirklich nicht nachmachen, lieber Ludger. Könnte irgendjemand Herrn Wickert mal sagen, dass er noch nie einen Krimi geschrieben hat?

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  2. Ja, lieber dpr, Herr Wickert ist auch einer dieser Kandidaten, die nach der Devise handeln „Krimi oder Kochbuch – Hauptsache, es passt zwischen zwei Buchdeckel.“

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