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Krimitipp | Jesse Kellerman: Potboiler

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potboiler_150Ungelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Jesse Kellerman: Potboiler. – New York : G. P. Putnam’s Son, 2012. – ISBN 978-0-399-15909-09

Bereits der Titel des vierten nominierten Buches für den diesjährigen Edgar Award in der Kategorie Best Novel klingt nach Metaebene: Potboiler, so bezeichnet man die Werke, die eher dem schnellen Geldverdienst geschuldet sind und nicht unbedingt dem künsterlischen Anspruch. Und so spielt der junge Autor Jesse Kellerman am Anfang seiner Literatur-Satiere mit den Elementen, die uns Lesern so vertraut sind.

Sein Roman beginnt mit sogenannten „Blurbs“ von Stephen King, Lee Child, Robert Crais und anderen Stimmen zum Werk von William de Vallée. Der ist erfolgreicher Autor und dummerweise auf hoher See verschollen. Sein langjähriger Kumpel Arthur Pfefferkorn, seines Zeichens erfolgloser Möchtegern-Literat, wittert die Chance, in die Fußstapfen von de Vallée zu treten und knüpft Kontakte zur Witwe von de Vallée. Als Pfefferkorn den letzten, unvollendeten Roman seines Freundes als seinen ausgibt, beginnt eine kuriose bis absurde Geschichte über den Literaturbetrieb – so sagen es mir die Kritiken.

Was neben der Metaebene an diesem Roman interessiert, ist der Autor Jesse Kellerman. Der ist nämlich der Sohn des erfolgreichen Autorenehepaars Faye und Jonathan Kellerman. Der schreibt sich mit seinem fünften Roman offenbar von seinen berühmten Eltern los – mit einer gelobten Satiere über den Literaturbetrieb. Was da wohl so im Hause Kellerman los ist?

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