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Krimitipp | Ace Atkins: The Lost Ones

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The Lost OnesUngelesen, angelesen, quergelesen – Der Krimitipp des Tages | Ace Atkins: The Lost Ones. – New York: G.P. Putnam’s Sons, 2012. – ISBN 978-1-101-58496-5 (E-Book-Ausgabe)

Im Mai werden wieder die Edgar-Awards der Mystery Writers of America vergeben, einer der wichtigsten Krimipreise weltweit. Aus diesem Grund möchte ich in den nächsten Tagen die Krimitipps den nominierten Büchern in der Kategorie Best Novel widmen und sie – wie immer als Vabanquespiel ungelesen, angelesen oder quergelesen – vorstellen.

Auftakt bildet Ace Atkins mit seinem Roman The Lost Ones. Obwohl Atkins in seiner Heimat, den USA, bereits zehn Bücher veröffentlicht hat, ist von ihm bislang noch kein Buch ins Deutsche übertragen worden. Im vergangenen Jahr wurden interessierte Krimileser dennoch aufmerksam, den Atkins setzte die Spencer-Serie des 2010 verstorbenen Autors Robert B. Parker mit dem Titel Robert B. Parker’s Lullaby fort.

Für den diesjährien Edgar ist er allerdings mit dem zweiten Roman aus seiner Quinn-Colson-Serie nominiert. Bereits der erste Roman aus dieser Reihe, The Ranger, stand auf der Nominierungsliste für den Edgar. Beide Romane spielen im fiktiven Tibbehah County im US-Bundesstaat Mississippi. Hauptfigur ist Quinn Colson, ein ehemaliger Ranger, der zum Sheriff von Tibbehah County gewählt wird und dort die Nachfolge seine Onkels antritt, der Selbstmord begangen hat. Colson trifft auf einen alten Bekannten, der ein Waffengeschäft betreibt und Schwierigkeiten mit einem mexikanischen Waffenhändlerring bekommt. Dazu beschäftigt Colson der Fall eines Kinderhändlerrings. Kurz: das klingt schon sehr nach typischen Zutaten für einen Kriminalroman. Die Kritiken bescheinigen Atkins allerdings, seine Geschichte bildstark und dicht zu erzählen. Sein Colson habe, so eine euphorische Kritik, sogar das Zeug zu einem Popkultur-Phänomen wie etwa Jack Reacher.

Immerhin, der erste Satz des Romans schafft es, eine ganze Geschichte zur erzählen:

»A couple of roustabouts had been asking about guns at the Tibbehah County Fair, but by the time the word had gotten back to Donnie Varner, they’d long since packed up their Ferris wheel, corn dog stands and shit, and boogied on down the highway.«

Könnte nach dem Auftakt für ein moderens, sehr amerikanisches Helden-Epos klingen. Ich habe schon schlechtere Anfänge gelesen.

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