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»Er sah sich selbst in einer schwarzen Robe bei irgendeinem Fall plädieren. Er würde gut in diese Rolle passen. Er könnte jemanden verteidigen. Auch, wenn es sich um einen Mörder handelte. Er könnte alle davon überzeugen, dass er Recht hatte und die anderen sich irrten. Dass der Mörder vernünftig gehandelt hatte und alle anderen erkannten, was der Tat zugrunde lag. Wenn man es erst einmal begriff, gab es keine Verbrechen mehr. Und ein Mörder wäre nicht länger ein Mörder. Der Mörder würde freigesprochen, und er könnte sich im Glanz der Verblüffung sonnen.«

Gaute Heivoll Bevor ich verbrenne. – S. 170

Aus: Gaute Heivoll: Bevor ich verbrenne : Aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg. – Frankfurt am Main : Schöffling, 2012. – ISBN: 978-3-89561-506-1

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